Kim Jong Un nimmt Militärparade in Pjöngjang ab | Bildquelle: REUTERS

UN-Sicherheitsrat Einmütig gegen Pjöngjang

Stand: 06.08.2017 11:28 Uhr

Der internationale Druck auf Nordkorea wächst. Einstimmig hat der UN-Sicherheitsrat härtere Sanktionen gegen das Land beschlossen. Auch China trug den Beschluss mit und richtete deutliche Mahnungen an das Regime - zur Freude von US-Präsident Trump.

Nordkorea soll der Geldhahn zugedreht werden: Der UN-Sicherheitsrat hat in der Nacht weitere Sanktionen gegen das Land beschlossen. Besonderes Gewicht erhält der Beschluss, weil er einstimmig fiel und von China und Russland mitgetragen wurde. Die Regierung in Peking, die der wichtigste Verbündete des Regimes in Pjöngjang ist, rief anschließend alle Seiten zu neuen Verhandlungen auf.

Weniger Export, weniger Einnahmen

Angesichts der jüngsten Raketentest des Regimes wird Nordkorea mit einem weitreichenden Exportverbot belegt. Es gilt für Kohle, Eisen, Eisenerz, Blei, Bleierz sowie Fisch und Meeresfrüchte. Sollte es in vollem Maße wirken, würde es die Exporteinnahmen Nordkoreas um rund eine Milliarde Dollar (umgerechnet 850 Millionen Euro) reduzieren. Das wäre mindestens ein Drittel der aktuellen Einnahmen, schätzt Großbritanniens UN-Botschafter Matthew Rycroft.

Mindestens ebenso hart trifft Nordkorea die Vorgabe, dass andere Länder keine weiteren Arbeitskräfte aus Nordkorea mehr einstellen dürfen. Die Einkommen und Überweisungen dieser Arbeiter sind eine wichtige Devisenquelle für Nordkorea.

ASEAN-Außenminister fordern Einlenken Nordkoreas
tagesschau 13:15 Uhr, 06.08.2017, Philipp Abresch, ARD Tokio

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Mahnungen an alle Seiten

Der chinesische Außenminister Wang Yi sagte, er habe seinem nordkoreanischen Amtskollegen Ri Yong Ho klargemacht, dass Pjöngjang nicht gegen UN-Beschlüsse verstoßen oder die internationale Gemeinschaft mit Raketenstarts und Atomtests provozieren dürfe. Nordkorea solle die Ruhe bewahren.

In Richtung der USA und Südkorea ergänzte er, dass sie aufhören sollten, die Spannungen zu erhöhen. Die Sechsnationengespräche über das nordkoreanische Atomprogramm müssten wieder aufgenommen werden, auch wenn dies schwierig sei.

Jan Philipp Burgard, ARD Washington, zu den neuen Sanktionen gegen Nordkorea
tagesthemen, 05.08.2017

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Ein Erfolg für Trump

Hocherfreut zeigte sich der amerikanische Präsident. "China und Russland stimmten mit uns", schrieb er auf Twitter und hob die großen finanziellen Folgen für Nordkorea hervor. Trump hatte sich zuvor ebenfalls über den Kurznachrichtendienst darüber beschwert, dass China in Sachen Nordkorea nichts tue.

UN-Botschafterin Nikki Haley sprach ebenso wie US-Präsident Donald Trump vom "größten einzelnen Wirtschaftssanktionspaket", mit dem das abgeschottete Land jemals belegt worden sei.

Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho und sein chinesischer Amtskollege Wang Yi | Bildquelle: AP
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Freundlicher Händedruck, klare Mahnung: Außenminister Ri und Wang (r.)

Differenzen bleiben

Der chinesische Außenminister wiederholte seinen Vorschlag, demzufolge Nordkorea zum einen seine nukleare Entwicklung stoppt und die USA und Südkorea gleichzeitig ihre gemeinsamen Militärübungen einstellen.

Dem erteilte Washington eine Absage. Die USA lehnten es zudem auch ab, das in Südkorea stationierte Raketenabwehrsystem Thaad abzuziehen. Diese Forderung hatten China und Russland gemeinsam erhoben.

Wirkung ungewiss

Ob die Sanktionen von allen Staaten umgesetzt werden und sich im gewünschten Maße auswirken, steht dahin. Die für den asiatischen Raum zuständige US-Topdiplomatin Susan Thornton wies darauf hin, dass Peking sich in der Vergangenheit zunächst an Sanktionen gegen Pjöngjang gehalten habe, dann aber mit der Zeit davon abgewichen sei. Die USA müssten deshalb genau hinsehen, ob China die neuen UN-Sanktionen gegen Nordkorea umsetze.

Seit 2006 verabschiedeten die UN acht Resolutionen im im Zusammenhang mit Nordkoreas Atom- und Raketentests - das Land setzte seine Tests und sein Atomprogramm dennoch fort.

Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un | Bildquelle: AFP
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Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un zeigte sich bislang unbeeindruckt von allen Sanktionen.

US-Großstädte in Reichweite

Zuletzt feuerte das Regime von Machthaber Kim Jong Un am Freitag vergangener Woche eine Interkontinentalrakete ab, die nach Angaben von Kim das US-Festland erreichen kann.

Nach Berechnungen von Raketenexperten hätte die Rakete vom Typ Hwasong-14 theoretisch eine Reichweite von rund 10.000 Kilometern. Sie könnte demnach amerikanische Großstädte wie Los Angeles, Denver oder Chicago treffen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 06. August 2017 um 09:00 Uhr.

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