Der UN-Sicherheitsrat in New York stimmt über Sanktionen gegen Nordkorea ab | Bildquelle: AP

UN-Sicherheitsrat zu Nordkorea Einigkeit und noch mehr Druck

Stand: 16.09.2017 04:05 Uhr

Nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas kam der UN-Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Neue Sanktionen wurden nicht beschlossen - gezeigt werden soll aber der stärkstmögliche Zusammenhalt.

Von Georg Schwarte, ARD-Studio New York

Ein Raketentest. Wieder. Der zweite in diesem Monat. Trotz der schärfsten Sanktionen, die der UN-Sicherheitsrat jemals verhängte. Dem britischen UN-Botschafter Matthew Rycroft schienen vor der Tür des Sicherheitsrates und der Dringlichkeitssitzung im Fall Nordkorea die Adjektive auszugehen: "Schrecklich, unerhört, provokant, verantwortungslos, illegal", sagte er. "Dass Nordkorea obendrein den USA ausrichten ließ, man müsse Amerika erschlagen wie einen tollwütigen Hund, das machte die Sache nicht besser."

Reaktionen auf den jüngsten Raketentest Nordkoreas
tagesschau 09:50 Uhr, 16.09.2017, Markus Schmidt, ARD New York

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Der schwedische UN-Botschafter Carl Skau sagte: "Es beweist nur die absolute Dringlichkeit, dass die von uns am Montag beschlossenen Sanktionen rigoros umgesetzt werden."

Keine weiteren Sanktionen

Die USA und Japan hatten die Sitzung beantragt. Es ging nicht um neue, noch drastischere Sanktionen. Die wollte und konnte das Gremium nicht binnen 24 Stunden beschließen. "Es ging dem Sicherheitsrat darum,  Nordkorea zu zeigen: Wir stehen hier zusammen, ihr steht dort: isoliert", sagte der französische UN-Botschafter François Delattre.

Zwei Worte, sagt er, seien die Botschaft. "Entschlossenheit und Einigkeit. Wir müssen Nordkorea zeigen: Es wird einen Preis zahlen, wenn sie UN-Resolutionen ignorieren."

Botschaft an Russland und China

Russland und China hatten erst am Montag der neuen drastischen Sanktionsrunde zugestimmt. Zögernd zwar, aber am Ende überzeugt. Jetzt wendete sich Rycroft speziell an Russland und an China, den letzten Verbündeten, den größten Handelspartner Nordkoreas: "Ich rufe alle Länder auf, besonders aber die Länder mit den engsten Verbindungen, jetzt die Sanktionen komplett umzusetzen."

Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja antwortet mit dem Hinweis, dass die letzte Resolution auch diplomatische Verhandlungen vorsieht. Das sei jetzt Aufgabe der Amerikaner.

Die jüngste Rakete flog 3700 Kilometer, überflog Japan, hätte die amerikanische Militärbasis auf Guam treffen können. Nordkorea sei längst keine regionale Bedrohung mehr, die ganze Welt sei bedroht, auch Europa, mahnte Delattre.

Trump trifft chinesischen Amtskollegen

Kommende Woche Dienstag beginnt die 72. UN-Generaldebatte. US-Präsident Trump wird sich dort mit dem chinesischen Amtskollegen treffen, Nordkorea wird ganz oben auf der Tagesordnung aller Staats- und Regierungschefs stehen, sagt UN-Generalsekretär Antonio Guterres.

Und auch an den nordkoreanischen Außenminister gerichtet, der kommenden Freitag im Weltsaal der UN zur Welt reden wird, sagte Delattre, das was später in der gemeinsamen Erklärung des Sicherheitsrates stand: "Vertut euch nicht." Die Entschlossenheit des Sicherheitsrates sei das beste Gegengift gegen Krieg.

Nordkorea - UN-Sicherheitsrat setzt auf Druck und Einigkeit
Georg Schwarte, ARD New York
16.09.2017 01:41 Uhr

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Über dieses Thema berichtete das nachtmagazin am 15. September 2017 um 01:00 Uhr.

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