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Machtkampf bei Frankreichs Konservativen

Fillon legt Beschwerde gegen Wahlergebnis ein

Die Nachfolge von Nicolas Sarkozy an der Spitze der französischen Oppositionspartei UMP ist offenbar doch noch nicht entschieden. Bei der Auszählung der Stimmen habe es einen folgenschweren Fehler gegeben, teilte ein Sprecher von Ex-Premierminister François Fillon mit.

Drei Wahlkreise vergessen?

Demnach wurden die Ergebnisse aus drei Überseewahlkreisen bei der Zusammenrechnung der Stimmen vergessen. Mit diesen hätte nicht Generalsekretär Jean-François Copé, sondern Fillon die Urwahl um den Parteivorsitz gewonnen. Die interne Wahlkommission hatte Copé zuvor zum Sieger der Wahl erklärt. Laut den bisher veröffentlichten Abstimmungsergebnissen erhielt er 50,03 Prozent der Stimmen. Die UMP-Wahlkontrolleure bezifferten den Vorsprung auf Fillon auf gerade einmal 98 der knapp 175.000 gültigen Stimmen.

François Fillon beim Wahlkampf.
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François Fillon hält das Wahlergebnis für ungültig.

Jean-Francois Cope
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Jean-François Copé hatte mit 98 Stimmen Vorsprung gewonnen.

Parteichef Juppé als Übergangslösung?

Fillons Lager forderte die Wahlkommission auf, das Ergebnis zu korrigieren. Bis dahin sollte übergangsweise der frühere Außenminister und Parteichef Alain Juppé die Parteiführung übernehmen, hieß es. Copé wies den Vorschlag zurück und kündigte an, nicht freiwillig von der Parteispitze zurückzutreten.

Die Wahl des Parteivorsitzenden gilt als mögliche Vorentscheidung über die Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2017.

Über dieses Thema berichtete die Tagesschau am 21. November um 20:00 Uhr.

Stand: 21.11.2012 17:38 Uhr

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