Streit um Vorsitz bei Frankreichs Konservativen Beide Kontrahenten erklären sich zum Wahlsieger

Stand: 19.11.2012 02:14 Uhr

Die Schlacht um den Vorsitz der französischen Konservativen geht weiter: Sowohl Ex-Premierminister François Fillon als auch der langjährige UMP-Generalsekretär Jean-François Copé haben sich zum Sieger der Wahl um den Parteivorsitz erklärt.

Als Erster beanspruchte der 48-jährige Copé den Sieg für sein Lager: "Die Mitglieder der UMP haben mir heute das Vertrauen ausgesprochen und mich zum Parteivorsitzenden gewählt", erklärte Copé vor seinen Anhängern in Paris.

Jean-François Copé beim Wahlkampf. | Bildquelle: REUTERS
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UMP-Generalsekretär Jean-François Copé: "Die Mitglieder haben mich gewählt."

François Fillon beim Wahlkampf. | Bildquelle: REUTERS
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François Fillon: "Ich werde den UMP-Mitgliedern nicht ihren Sieg stehlen lassen."

Beide Lager sprechen von Unregelmäßigkeiten

Kurz danach verkündete der 58-jährige Fillon, er habe das Rennen mit 224 Stimmen Vorsprung gewonnen. "Ich werde den UMP-Mitgliedern nicht ihren Sieg stehlen lassen", sagte er und räumte dabei ein, dass das Ergebnis noch von der internen Wahlkommission der Partei bestätigt werden müsse. Er werde mit Gelassenheit auf die Ergebnisse warten. Beide Lager warfen sich Unregelmäßigkeiten bei der Wahl vor.

Copé soll nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP seinen Rivalen angerufen haben. Copé habe Fillon in einem kurzen Gespräch erklärt, er habe mit 1000 Stimmen Vorsprung gewonnen.

Kandidaten der französischen Konservative liefern sich Machtkampf
tagesschau 14:00 Uhr, 19.11.2012, Vivienne Radermacher, ARD Paris

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Sieger macht großen Schritt Richtung Präsidentenwahl

Der ehemalige französische Premier Nicolas Sarkozy | Bildquelle: AFP
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Rund 64 Prozent der UMP-Anhänger wünschen sich eine Kandidatur Sarkozys.

Die beiden Rivalen liefern sich seit Wochen schon erbitterte Lagerkämpfe. Denn bei der Wahl geht es nicht zuletzt auch um die Nachfolge von Nicolas Sarkozy als Spitzenkandidat für die Präsidentenwahl 2017. Der Sieger hat große Chancen, den sozialistischen Staatspräsidenten François Hollande in fünf Jahren herauszufordern - es sei denn, Sarkozy würde sich wieder zurückmelden. Rund 64 Prozent der UMP-Anhänger wünschen sich, dass Sarkozy 2017 erneut für das höchste Staatsamt antritt.

Das Duell Fillon-Copé hat die UMP in ein Schlachtfeld verwandelt. Eine der wichtigsten Aufgaben des neuen, auf drei Jahre gewählten Vorsitzenden wird es sein, die Partei wieder zu einen: gleich, ob der Chef der angriffslustige und weiter rechts stehende Copé sein wird oder der moderate Fillon.

Frankreichs Konservative wählen neuen Chef
E. Seibert, ARD Paris
18.11.2012 12:09 Uhr

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