Ein ukrainischer Soldat in der Ostukraine (Februar 2017) | Bildquelle: dpa

Abwehrraketen und Raketenwerfer USA planen Waffenlieferung an die Ukraine

Stand: 02.03.2018 07:33 Uhr

Die USA wollen trotz Protesten aus Russland die ukrainischen Streitkräfte mit weiteren Waffen beliefern. Wie das US-Außenministerium mitteilte, geht es um 210 Panzer-Abwehrraketen und 37 Raketenwerfer.

Die US-Regierung will der Ukraine Panzerabwehrraketen und Raketenwerfer verkaufen - im Wert von etwa 47 Millionen Dollar (etwa 39 Millionen Euro).Bei den Waffen geht es um das Javelin-System, das getragen werden kann und das Abfeuern von Raketen von der Schulter aus erlaubt. 210 Raketen und 37 Raketenwerfer will die US-Regierung den Plänen zufolge liefern.

Ukrainische Soldaten könnten diese Waffen im Kampf gegen prorussische Rebellen in der seit 2014 umkämpften Ostukraine einsetzen, schrieb die Zeitung "The Washington Post".

"Sicherheit in der Ukraine"

Das US-Außenministerium teilte mit, dieser vorgeschlagene Waffendeal werde zur nationalen Sicherheit der USA beitragen, indem die Sicherheit in der Ukraine verbessert werde. Die Regierung in Kiew habe um die Waffen gebeten, schrieb das Außenministerium weiter. Die Waffenlieferung werde die militärische Balance in der Region nicht verändern. Über den Waffenverkauf muss nun der US-Kongress entscheiden.

Zahlreiche Republikaner hatten US-Präsident Donald Trump im ersten Jahr seiner Amtszeit gedrängt, die ukrainischen Soldaten intensiver zu unterstützen. Russland hatte in der Vergangenheit die USA gewarnt, die Lieferung von Waffen an die Ukraine werde zu mehr Blutvergießen führen. Moskau werde dem nicht unbeteiligt zusehen, hieß es etwa im Dezember.

Keine dauerhafte Waffenruhe

2014 hatten sich nach dem Sturz des moskaufreundlichen Präsidenten Viktor Janukowitsch und der Annexion der Halbinsel Krim durch Moskau prorussische Rebellen in den Gebieten Donezk und Luhansk von Kiew losgesagt. In dem seither andauernden Krieg wurden UN-Angaben zufolge mehr als 10.000 Menschen getötet. Versuche, eine dauerhafte Waffenruhe zu erreichen, scheiterten bislang.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. März 2018 um 07:00 Uhr.

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