Brand in ukrainischem Munitionslager | Bildquelle: AP

Großbrand in der Ukraine Feuer im Munitionslager gelöscht

Stand: 24.03.2017 18:51 Uhr

Das Großfeuer in einem ukrainischen Armeedepot ist nach Militärangaben gelöscht, die Aufräumarbeiten haben begonnen. Noch ist die Gefahr für die Bevölkerung aber nicht gebannt. Die Regierung vermutet einen Sabotageakt als Ursache.

Der Brand in einem der größten ukrainischen Munitionslager in Balaklija ist Armeeangaben zufolge nach mehr als einem Tag gelöscht worden. "Jetzt läuft die Beseitigung der Brandfolgen", sagte Vize-Verteidigungsminister Igor Pawlowski im ostukrainischen Gebiet Charkiw. Es werde eine Bestandsaufnahme zu den Schäden durch explodierte Geschosse gemacht.

Vier umliegende Dörfer wurden von den Behörden wieder für sicher erklärt. 1300 Rettungskräfte hatten mit schwerem Gerät seit Donnerstag gegen die Flammen gekämpft. Unter den Trümmern eines zerstörten Hauses sei eine Frau tot geborgen worden, berichtete Zivilschutz-Chef Nikolai Tschetschotkin im Parlament in Kiew.

Munitionsteile weit verstreut

Brand in ukrainischem Munitionslager | Bildquelle: AP
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Im weiten Umkreis wurden Munition und Sprengkörper entdeckt.

Teile detonierter Geschosse landeten in der kleinen Kreisstadt Balaklija, über der noch eine große graue Rauchwolke stand. Die Behörden warnten davor, Munitionsteile anzufassen. Der Luftraum wurde in einem Radius von 40 Kilometern um den Explosionsort gesperrt, wie der Vizeminister für Infrastruktur, Juri Lawrenjuk, erklärte.

Das Feuer in dem Armeedepot war in der Nacht zum Donnerstag ausgebrochen. Dort lagerten auf 368 Hektar bis zu 138.000 Tonnen Munition. Knapp 20.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Mehrere Bewohner der Stadt wurden verletzt. Die Regierung vermutet einen russischen Sabotageakt in Verbindung mit dem Krieg gegen die von Moskau unterstützten Separatisten in der Ostukraine.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 23. März 2017 um 22:15 Uhr.

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