Explosion in einem Waffenlager im Osten der Ukraine | Bildquelle: AP

Militär vermutet Sabotage Ukrainisches Munitionslager in Brand

Stand: 23.03.2017 15:09 Uhr

In einem ukrainischen Munitionslager hat es mehrere Explosionen gegeben. Anschließend brach ein Feuer aus. Kiew vermutet einen Sabotageakt. Die prorussischen Separatisten weisen die Vorwürfe zurück. Die Löscharbeiten können noch Tage dauern.

Eines der größten Waffenlager der Ukraine ist möglicherweise vorsätzlich in Brand gesetzt worden. Das Depot in Balaklija in der Nähe von Charkiw im Osten des Landes stehe seit Donnerstagmorgen in Flammen, teilte das Militär in Kiew mit. Knapp 20.000 Menschen aus den umliegenden Ortschaften wurden in Sicherheit gebracht. Im Umkreis von 40 Kilometern wurde der Luftraum gesperrt. Mehr als 600 Rettungskräfte sind im Einsatz. Noch Stunden später waren in Live-Übertragungen im Fernsehen Explosionen zu hören. Die Polizei berichtete von zwei Verletzten. Wegen der gefährlichen Lage konnten die Feuerwehrleute zunächst nicht zu den Brandherden vordringen. Experten schätzen, dass es Tage dauern wird, bis das Feuer komplett gelöscht werden kann.

Ukrainisches Munitionslager in Brand
tagesschau 14:00 Uhr, 23.03.2017

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Ukraine vermutet Sabotage

Der ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak vermutete Sabotage als Brandursache und warf Russland vor, in den Fall verwickelt zu sein. In dem Depot werden nach offiziellen Angaben vor allem Artilleriegeschosse und Munition aufbewahrt - insgesamt mehr als 138.000 Tonnen. Der ukrainische Fernsehsender One Plus One berichtete, die Waffen würden zumeist gegen prorussische Regierungsgegner in der Ostukraine eingesetzt. Bereits im Dezember 2005 habe es einen Brandanschlag auf das Waffenlager gegeben.

Prorussische Separatisten weisen Vorwürfe zurück

"Das ist nicht der erste Fall von Sabotageakten an unseren Objekten von strategischer Bedeutung", sagte Poltorak. Er spekulierte, dass mittels einer Drohne ein Sprengsatz über dem Lager abgeworfen sein könnte. Die Separatisten in Donezk wiesen die Vorwürfe zurück: "Wir haben nichts damit zu tun." Vielmehr vermuteten sie eine Nachlässigkeit der ukrainischen Armee in den eigenen Reihen beim Bewachen des Depots.

Waffenruhe immer wieder durchbrochen

Charkiw liegt nördlich von Donezk und Lugansk, den Hochburgen prorussischer Separatisten. Dort stehen sich das ukrainische Militär und die von Russland unterstützten Rebellen gegenüber. Seit Ausbruch der Kämpfe um die Ostukraine im April 2014 kamen etwa 10.000 Menschen ums Leben. Das Minsker Friedensabkommen von 2015 zielte darauf ab, durch den Abzug schwerer Waffen eine Pufferzone zwischen den Konfliktparteien zu schaffen. Die Waffenruhe wird von beiden Seiten immer wieder durchbrochen. Politische Bemühungen zur Beilegung des Konflikts kommen seit längerem nicht voran.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 23. März 2017 um 11:30 Uhr.

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