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Bei zwei Bombenanschlägen in Uganda sind mindestens 74 Menschen getötet und 65 verletzt worden. Das bestätigte die Polizei. Ihren Angaben zufolge detonierten beide Sprengsätze in der Hauptstadt Kampala - einer in einem Rugby-Club, der andere in einem Restaurant.
Nach bisherigen Ermittlungen befinden sich unter den Opfern des Anschlags in dem Restaurant mehrere Ausländer - laut US-Botschaft in Uganda mindestens ein US-Bürger. Ein Deutscher sei leicht verletzt worden, teilte das Auswärtige Amt in Berlin mit.
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Zum Zeitpunkt der Anschläge befanden sich zahlreiche Fußballfans in dem äthiopischen Restaurant und dem Sport-Club, die sich das Endspiel der Weltmeisterschaft ansahen. Der Tatort im Kyadondo Rugby-Club biete ein Bild des Grauens, schilderte ein Sportjournalist in der Onlineausgabe der ugandischen Zeitung "Sunday Vision". Gegen 23.00 Uhr ereignete sich dort die Explosion, bei der 49 Menschen getötet wurden. Im Restaurant detonierte der Sprengsatz in der Halbzeitpause des WM-Spiels.
Nach Bekanntwerden der Explosionen schlossen viele Restaurants und Bars, die ebenfalls das WM-Finale auf Großleinwänden übertragen hatten, aus Furcht vor weiteren Anschlägen.
[Bildunterschrift: Eine US-Amerikanerin in der Notaufnahme einer Klinik. ]
Die Polizei geht von gezielten Terrorangriffen aus, die speziell auch Ausländer treffen sollten. Die Spuren am den Tatorten deuten nach Angaben der Ermittler auf zwei Selbstmordattentäter hin.
Zu den Anschlägen bekannte sich die somalische Extremistengruppe Al Schabaab, die Verbindungen zu Al Kaida haben soll. Es war der erste Anschlag der Al Schabaab außerhalb Somalias. Die Miliz hatte zuvor mit Angriffen in Uganda und Burundi gedroht, weil die beiden Länder Friedenstruppen in die somalische Hauptstadt Mogadischu entsandt hatten. Außerdem werden derzeit in Uganda mit Unterstützung der EU somalische Truppen ausgebildet. Polizeichef Kale Kayihura rief die Bevölkerung auf, Menschenmengen und belebte Orte zu meiden.
Ugandas Staatschef Yoweri Museveni bezeichnete die Drahtzieher der Anschläge als "verantwortungslos, rückwärtsgewandt und feige". Wenn die Angreifer kämpfen wollten, dann sollten sie es mit Soldaten tun und nicht mit Menschen, die sich ein Fußballspiel anschauten, sagte er.
Die Afrikanische Union (AU) und die USA verurteilten den Terrorakt. US-Präsident Barack Obama zeigt sich bestürzt und sicherte der ugandischen Regierung jede notwendige Unterstützung zu. US-Außenministerin Hillary Clinton sagte: "Unser Mitgefühl ist mit den Familien und Freunden der Opfer in Uganda und den USA." Die USA würden mit Uganda zusammen daran arbeiten, die Täter vor Gericht zu bringen, sagte Clinton.
Bundesaußenminister Guido Westerwelle sagte, Menschen anzugreifen, während sie ein friedliches Sportfest genössen, sei "an Heimtücke kaum zu überbieten". Das zeige die "ganze Menschen verachtende Niedertracht der Drahtzieher" der Anschläge.
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