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Schwere Überflutungen in Nordwestengland
Nach heftigen Regenfällen

Schwere Überflutungen in Nordwestengland

Rettungskräfte in den überfluteten Straßen von Cockermouth (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Rettungskräfte in den überfluteten Straßen von Cockermouth ]
In England, Irland und Schottland haben heftige Regenfälle weite Landstriche unter Wasser gesetzt. Ein Polizeibeamter starb, als eine Brücke in einen Fluss stürzte und er fortgerissen wurde. Mehr als 200 Menschen mussten mit Schlauchbooten und Hubschraubern gerettet werden. Beim Notruf gingen laut BBC innerhalb von 48 Stunden mehr als 12.000 Anrufe ein. Besonders schwer getroffen wurde die Grafschaft Cumbria in Nordwestengland. Dort kam auch der 44-jährige Polizist ums Leben. 

In der Kleinstadt Cockermouth drückte das Wasser die Schaufenster vieler Geschäfte ein, Autos wurden von 2,50 Meter hohen Flutwellen weggespült. In Workington brachen zwei Brücken unter dem Druck der Wassermassen ein, darunter eine in massiver Steinbauweise. "Dass eine Brücke dieser Größe und Dimension weggewaschen wird, ist unglaublich", sagte der Abgeordnete Tony Cunningham.

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Niederschlagsrekord von 314 Millimeter

Die Umweltbehörde meldete an der Messstation "Seawaite Farm" eine Niederschlagsmenge von 314 Millimeter innerhalb von 24 Stunden. Andernorts in Cumbria wurden 71 Millimeter beziehungsweise 62 Millimeter gemessen. Der britische Umweltminister Hilary Benn sagte, der Hochwasserschutz sei für eine Flut ausgelegt, wie sie einmal in hundert Jahren vorkommt. "Womit wir es zu tun hatten, war möglicherweise einmal in tausend Jahren. Selbst mit den besten Schutzanlagen: Wenn man so viel Regen in so kurzer Zeit hat, können auch die überspült werden." 

Die Regenfront setzte auch weite Teile von Irland unter Wasser. In der Innenstadt der zweitgrößten Stadt Cork stand das Wasser bis zu einem Meter hoch. Mehr als ein Dutzend weitere Ortschaften wurden ebenfalls überschwemmt.

Stand: 20.11.2009 19:39 Uhr
 

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