Ausland
USA treiben Türkei in Richtung Iran und Syrien
Ankara sucht nach Verbündeten bei der PKK-Bekämpfung
Wie die USA die Türkei in Richtung Iran und Syrien treiben
Die PKK:
Die PKK kämpft für einen eigenen Staat der Kurden oder zumindest ein Autonomiegebiet im Südosten der Türkei. In dem Guerillakrieg sind seit 1984 laut Schätzungen 40.000 Menschen getötet worden. Aktiv ist sie derzeit vor allem im mehrheitlich von Kurden bewohnten Nordirak. Das Hauptquartier der PKK befindet sich in den nordirakischen Kandil-Bergen.
Die EU, die USA, die Türkei, der Irak und weitere Staaten stufen die PKK als terroristische Vereinigung ein. Die deutsche Organisation der PKK wurde 1993 vom Bundesinnenministerium verboten.
Kurden:
Die Mehrzahl der rund 30 Millionen Kurden lebt im Grenzgebiet zwischen der Türkei, dem Irak, Iran und Syrien. Trotz einer langen Geschichte hatten sie nie einen eigenen Staat. Im Irak unter Saddam Hussein wurden die Kurden systematisch verfolgt. Heute haben sie im Nordirak faktisch eine Art Selbstverwaltung errichtet. Aus der Türkei gab es immer wieder Berichte über Repressalien gegen Kurden. Vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wurde das Land wegen des Todes von elf Kurden, die 1993 nach "unmenschlicher Behandlung" durch die türkische Polizei starben, verurteilt.
Stand: 30.10.2007 05:32 Uhr