Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan | Bildquelle: REUTERS

Ärger zwischen Türkei und Russland Erdogan bedauert Flugzeug-Abschuss

Stand: 28.11.2015 12:47 Uhr

Der türkische Präsident Erdogan hat sein Bedauern über den Abschuss eines russischen Kampfjets zum Ausdruck gebracht. Er hoffe, so etwas werde nicht wieder passieren. Zugleich riet die Regierung ihren Bürgern, wenn möglich nicht mehr nach Russland zu reisen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat "Trauer" über den Abschuss eines russischen Militärflugzeugs vor wenigen Tagen geäußert. "Wir wünschten, es wäre nicht passiert, aber es ist passiert. Ich hoffe, so etwas wird nicht noch einmal geschehen", sagte er. Bereits vor zwei Tagen hatte bereits Außenminister Mevlut Cavusoglu eine ähnliche Position bezogen.

Das türkische Militär hatte das russische Kampfflugzeug Anfang der Woche abgeschossen, weil es den türkischen Luftraum verletzt sah. Russland hatte hingegen erklärt, der Jet sei nur über syrischem Gebiet geflogen. Seit dem Zwischenfall sind die Beziehungen zwischen den beiden Ländern angespannt. Russlands Präsident Wladimir Putin fordert eine Entschuldigung für den Abschuss. Diese blieb bislang jedoch aus.

Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei | Bildquelle: picture alliance / AA
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Kampfjet abgeschossen: Auslöser für Konflikt zwischen Russland und der Türkei

Türkei rät von Russlandreisen ab

Derweil forderte die türkische Regierung ihre Bürger nun auf, auf alle Russlandreisen zu verzichten, die nicht unbedingt nötig sind. Das Außenministerium erklärte, die Empfehlung sei eine Reaktion auf Probleme, mit denen Bürger zurzeit in Russland konfrontiert seien.

Russland hatte am Freitag angekündigt, dass die Visafreiheit mit der Türkei ab Januar aufgehoben werde. Das bedeutet: Türken müssen ab Jahresbeginn wieder ein Visum für die Einreise nach Russland beantragen.

Zwiespältige Signale von Erdogan
T. Bormann, ARD Istanbul
28.11.2015 19:04 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. November 2015 um 20:00 Uhr.

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