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Türkisch-syrischer Grenzkonflikt

Ankara verhandelt mit NATO über "Patriot"-Raketen

Eine Luftabwehrrakete vom Typ "Patriot" wird zu Testzwecken abgeschossen (Foto undatiert).
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Eine Luftabwehrrakete vom Typ "Patriot".

Angesichts der Kämpfe in Syrien wollen die USA und die Türkei laut einem Zeitungsbericht eine Flugverbotszone im Norden Syriens durchsetzen. Dazu sollten Flugabwehrraketen des Typs "Patriot" an der türkisch-syrischen Grenze stationiert werden, berichtete die türkische Zeitung "Milliyet".

Nach Informationen des ARD-Hörfunkstudios in Brüssel verhandelt die Regierung in Ankara mit Deutschland und mehreren anderen NATO-Mitgliedern über die "Patriot"-Stationierung. Die NATO dementierte aber Medienberichte, denen zufolge die Stationierung der Raketen bereits beschlossen worden sei. "Derzeit liegt uns keine solche Bitte vor. Sollten wir eine solche Bitte erhalten, dann werden wir sie prüfen", sagte eine NATO-Sprecherin.

Militärvertreter von Türkei und USA feilen seit Monaten an dem Plan

Ranghohe Militärvertreter der Türkei und der USA hätten in den vergangenen Monaten an dem Plan für eine Flugverbotszone im Norden Syriens gefeilt, berichtete "Milliyet". Die "Patriot"-Raketen sowie Kontrollflüge türkischer Kampfjets entlang der Grenze sollen demnach sicherstellen, dass die syrische Luftwaffe in einem Streifen südlich der Grenze nicht mehr agieren könne.

Die USA lehnen demnach eine direkte Militärintervention in Syrien ab. Mit Hilfe der "Patriot"-Raketen und der Kontrollflüge an der Grenze soll ein Schutzschirm geschaffen werden, ohne dass syrisches Hoheitsgebiet verletzt wird. Dieser Schutzschirm soll Flüchtlingen aus der Türkei die Rückkehr nach Syrien ermöglichen sowie das Gebiet zwischen Aleppo und der türkischen Grenze im Norden Syriens für die Rebellen sichern.

Ähnlicher Plan für jordanisch-syrische Grenze

Tragfläche eines Flugzeugs, im Hintergrund fliegt eine andere Maschine
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Die türkische Regierung fodert seit Monaten eine Flugverbotszone in Syrien.

An der jordanisch-syrischen Grenze sei ein ähnliches Vorgehen geplant. Wie "Milliyet" weiter berichtet, sei ein Mandat der Vereinten Nationen dafür nicht erforderlich. Die letzte Entscheidung liege bei US-Präsident Barack Obama.

Die türkische Regierung und die syrische Opposition fordern seit Monaten eine Flugverbotszone in Syrien, um die Luftüberlegenheit der syrischen Regierungstruppen im Bürgerkrieg zumindest in einigen Regionen des Landes zu beenden. Ankara begründet diese Forderung unter anderem mit dem Zustrom von Flüchtlingen aus dem Nachbarland. Laut türkischem Katastrophenschutzamt hat die Zahl der Flüchtlinge inzwischen fast 112.000 erreicht.

Presseberichten zufolge flohen in den vergangenen Tagen auch sieben weitere Generäle der syrischen Armee in die Türkei. Die Armee hatte in den vergangenen Monaten ihr Aufgebot an der Grenze zu Syrien verstärkt. Syrische Geschosse schlugen wiederholt im türkischen Grenzgebiet ein.

Stand: 07.11.2012 21:22 Uhr

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