Karte: Türkei mit Cizre und Silopi

Einsatz im Südosten des Landes Türkische Armee tötet 23 kurdische Kämpfer

Stand: 17.12.2015 09:54 Uhr

Türkische Sicherheitskräfte haben im Südosten des Landes 23 Kämpfer der kurdischen PKK getötet. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Bei einem zweitägigen Militäreinsatz hatten Tausende Soldaten die Orte Cizre und Silopi durchkämmt.

Im Südosten der Türkei haben Polizei und Militär 23 kurdische Kämpfer getötet. Sie sollen der verbotenen Arbeiterpartei PKK angehört haben, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die Kämpfe in den Orten Cizre und Silopi nahe der syrischen Grenze dauerten zwei Tage an. Nach Medienberichten waren daran bis zu 10.000 Soldaten und Polizisten beteiligt. In der Region war die Armee bereits im September tagelang gegen Aufständische vorgegangen.

Einheiten im Sondereinsatz

Premierminister Ahmet Davutoglu sprach davon, die Ausdehnung der PKK unterbinden und ein mögliches bewaffnetes Aufbegehren der Kurden wie in Teilen Syriens und des Irak verhindern zu wollen. In der Kurdenregion sind derzeit tausende Sicherheitskräfte im Sondereinsatz. Es gelten Ausgangssperren, in manchen Gegenden herrschen kriegsähnliche Zustände.

Kurdische Aufständische hatten im Jahr 1984 im Südosten der Türkei einen Kampf um größere Autonomierechte begonnen. Der Konflikt der Regierung in Ankara mit der PKK eskalierte im Juni wieder, der vor drei Jahren eingeleitete Friedensprozess kam zum Erliegen. In dem Konflikt wurden in den vergangenen 30 Jahren etwa 40.000 Menschen getötet.

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