Flüchtlinge auf der Balkanroute: Cesme Türkei | Bildquelle: AP

Mehr Geld für die Türkei Bundesregierung stockt Entwicklungshilfe auf

Stand: 24.01.2016 01:52 Uhr

Angesichts der andauernden Flüchtlingskrise stockt die Bundesregierung ihre Entwicklungshilfe für die Türkei auf. Das kündigte Entwicklungsminister Müller in einem Zeitungsinterview an. Statt 36 Millionen wird die Türkei in diesem Jahr 50 Millionen Euro erhalten.

Die Bundesregierung stockt angesichts der andauernden Flüchtlingskrise die Entwicklungshilfe für die Türkei auf. "Wir werden unsere Zusammenarbeit mit der Türkei in diesem Jahr noch einmal von 36 Millionen auf 50 Millionen Euro ausbauen", sagte Entwicklungsminister Gerd Müller der "Bild am Sonntag".

Vor allem im türkischen Grenzgebiet solle mit dem Geld in Schulen, berufliche Ausbildungen und die Stärkung der kommunalen Infrastruktur investiert werden, sagte Müller.

Die Türkei habe inzwischen zweieinhalb Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen. "Wir müssen den Menschen dort Perspektiven geben, und dazu leisten wir unseren Beitrag", sagte der Minister. Er wird am Dienstag die türkische Hafenstadt Mersin besuchen.

Die Türkei ist das wichtigste Transitland für viele Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Europa. Ende November vereinbarte die Europäische Union mit Ankara einen Aktionsplan zur Bewältigung der Krise. Darin verpflichtete sich die Türkei, Flüchtlinge nicht länger ungehindert in Richtung EU ziehen zu lassen. Die Umsetzung stockt aber.

Am Freitag hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel im Zuge der deutsch-türkischen Konsultationen der Türkei erneut EU-Gelder in Höhe von drei Milliarden Euro zur besseren Bewältigung der hohen Flüchtlingszahlen zugesagt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. Januar 2016 um 09:05 Uhr.

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