Die deutsche Botschaft in Ankara | Bildquelle: dpa

Wegen Sicherheitsbedenken Deutsche Vertretungen in Türkei geschlossen

Stand: 14.09.2016 21:02 Uhr

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr schließt das Auswärtige Amt seine Vertretungen in Ankara und Istanbul. Offenbar gibt es Sicherheitsbedenken. Die Bundesregierung begründete die Schließung mit den Feiern zum islamischen Opferfest.

Die deutschen diplomatischen Vertretungen in der Türkei sind geschlossen worden. Offenbar gibt es Sicherheitsbedenken. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es nur, in der laufenden Woche, in der in der Türkei das islamische Opferfest gefeiert werde, seien die deutschen Auslandsvertretungen "eingeschränkt erreichbar und für den Publikumsverkehr geschlossen". Das solle noch bis Freitag so bleiben. Zu den wichtigsten Vertretungen in der Türkei gehören die deutsche Botschaft in Ankara und das Generalkonsulat in Istanbul.

Auch Schulen betroffen

Laut "Bild"-Zeitung gibt es Hinweise auf geplante Anschläge gegen diplomatische und konsularische Vertretungen, die sich jedoch nicht abschließend überprüfen lassen. Betroffen sind demnach auch die deutschen Schulen, die wegen Ferien derzeit allerdings sowieso nicht geöffnet sind.

Bereits im März blieben die deutschen Vertretungen und Schulen in Ankara und Istanbul wegen Terrorhinweisen für mehrere Tage zu. Die Schließungen beruhten damals auf konkreten Warnungen vor einem Anschlag aus dem Umfeld der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Immer wieder kommt es in der Türkei zu Anschlägen. Im Januar hatte ein Selbstmordattentäter in Istanbul zwölf deutsche Touristen mit in den Tod gerissen. Die Tat wurde dem IS zugerechnet.

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