Dutzende Tote bei Anschlägen in der Türkei

Türkei (Bildquelle: dpa)

Grenze zu Syrien

Dutzende Tote bei Anschlägen in der Türkei

Bei der Explosion mehrerer Autobomben im Grenzgebiet der Türkei zu Syrien hat es mindestens 40 Tote gegeben. Das berichteten türkische Medien unter Berufung auf Innenminister Muammer Güler. Es habe 100 Verletzte gegeben. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sagte, die Zahl der Todesopfer können steigen, weil es viele Schwerverletzte gegeben habe.

Laut Güler explodierten zwei mit Sprengstoff präparierte Autos in der Grenzstadt Reyhanli unweit eines Verwaltungsgebäudes. Nach anderen Berichten gab es insgesamt vier Explosionen in der Kleinstadt. Auch Gebäude wurden schwer beschädigt. Über die Hintergründe der Anschläge ist nichts bekannt.

Reyhanli liegt nahe dem Grenzübergang Cilvegözü, über den viele Flüchtlinge aus Syrien in die Türkei kommen. In der Grenzstadt waren erst Mitte Februar bei einem Bombenanschlag in der Nähe eines Grenzübergangs zwölf Menschen getötet und 28 Menschen verletzt worden.

Schwerer Anschlag in türkischem Ort Reyhanli fordert mindestens 40 Todesopfer
tagesschau 17:00 Uhr, 11.05.2013

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"Werden solche Provokationen nicht zulassen"

"Der Vorfall wird sorgfältig untersucht", sagte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu während eines Besuchs in Berlin. Niemand dürfe es wagen, die Türkei derart herauszufordern: "Wir werden solche Provokationen in unserem Land nicht zulassen."

Mit Blick auf die bevorstehende Reise Erdogans nach Washington und die laufenden Bemühungen zur Beilegung des Syrien-Konfliktes meinte Davutoglu, die Anschläge seien sicherlich kein Zufall.

Karte Türkei
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Der 60.000-Einwohner-Ort Reyhanli liegt nur weniger Kilometer von der Grenze entfernt.

Stand: 11.05.2013 17:04 Uhr

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