Hintergrund

Polizisten in Istanbul sperren eine Straße ab, Bild vom 12.01.2016 | Bildquelle: dpa

Chronologie 2016 Anschläge in der Türkei

Stand: 01.01.2017 09:45 Uhr

Immer wieder gibt es in der Türkei Anschläge mit Toten und Verletzten: mal von der PKK oder von PKK-Splittergruppen verübt, mal von der IS-Terrormiliz. Ein Überblick zu den Angriffen im Jahr 2016.

17. Dezember 2016: In der zentraltürkischen Stadt Kayseri sterben bei einer Explosion 13 türkische Soldaten. Die Extremistengruppe Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) bekannten sich zu dem Anschlag.

10. Dezember 2016: Zwei Explosionen erschüttern den Istanbuler Stadtteil Besiktas nach dem Ende eines Fußballspiels. Die Behörden sprechen von mindestens 45 Toten und 166 Verletzten.

November 2016: Bei einem Anschlag vor dem Gouverneursamt in der südtürkischen Provinzhauptstadt Adana sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen getötet und 33 verletzt worden. Eine Autobombe soll auf dem Parkplatz detoniert sein.

17./18. August 2016: Bei drei gegen die türkische Polizei und Armee gerichteten Anschlägen in den Provinzen Elazig, Van und Bitlis werden 12 Menschen getötet. Es gibt mehr als 200 Verletzte. Ministerpräsident Binali Yildirim macht die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK für die Autobomben vor Polizeieinrichtungen verantwortlich, zu denen sich die PKK später auch teilweise bekennt.

Angriff auf den Atatürk-Flughafen

Juni 2016: Am internationalen Terminal des Atatürk-Flughafens in Istanbul sprengen sich drei Selbstmordattentäter in die Luft. Sie reißen 45 Menschen mit in den Tod, rund 240 Menschen werden verletzt. Die türkische Regierung macht die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) verantwortlich.

Juni 2016: Ein Autobomben-Anschlag tötet in Istanbul zwölf Menschen, viele weitere werden verletzt. Bei den Toten handelt es sich um je sechs Polizisten und Zivilisten. Die aus der PKK hervorgegangene militante Splittergruppe Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) bekennt sich zu der Tat.

März 2016: Ein Selbstmordattentäter sprengt sich auf der zentralen Einkaufsstraße Istiklal in Istanbul in die Luft und reißt vier Menschen mit in den Tod, 39 weitere werden verletzt. Drei der Todesopfer sind Israelis, ein weiteres Opfer ist aus dem Iran. Nach Angaben der türkischen Regierung hatte der Attentäter Verbindungen zum IS. Die Terrormiliz selbst bekannte sich nicht zu der Tat.

März 2016: Bei einem Autobomben-Anschlag in der Hauptstadt Ankara werden mindestens 37 Menschen getötet. Unter den Toten ist mindestens ein Selbstmordattentäter. Zu dem Anschlag bekennt sich später die TAK.

Militär als Ziel

Februar 2016: Bei einem Bombenanschlag auf einen Militärkonvoi im Regierungsviertel von Ankara sterben 30 Menschen, darunter der Selbstmordattentäter. Zu dem Anschlag bekannte sich die TAK. Die türkische Regierung macht die PKK und ihren syrischen Ableger YPG für den Anschlag mitverantwortlich.

Januar 2016: Bei einem Anschlag im historischen Zentrum Istanbuls werden zwölf Deutsche getötet. Der Angreifer sprengt sich mitten in einer deutschen Reisegruppe in der Umgebung der Hagia Sophia und der Blauen Moschee in die Luft. Der Attentäter gehörte nach Angaben der türkischen Regierung dem IS an.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 10. Dezember 2016 um 23:15 Uhr.

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