Ein türkischer Panzer vom Typ Leopard 2A4 fährt in der Nähe der syrischen Grenze auf einer Straße. | Bildquelle: dpa

Verhältnis zu Deutschland Türkei hofft auf Panzergeschäft

Stand: 18.02.2018 21:33 Uhr

Nach der Freilassung Deniz Yücels setzt die Türkei auf eine stärkere Zusammenarbeit - insbesondere im Rüstungsbereich. Deutschland soll sich beim geplanten Bau von 1000 Kampfpanzern beteiligen.

Seit zwei Tagen ist der Journalist Deniz Yücel frei, nun hofft die türkische Regierung auf eine stärkere Rüstungskooperation mit Deutschland und eine Entschärfung der Reisehinweise für die Türkei.

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim sagte der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz, er wünsche sich eine deutsche Beteiligung am geplanten Bau des türkischen Kampfpanzers "Altay". Zudem kündigte er einen Deutschlandbesuch von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nach der Vereidigung der neuen Bundesregierung an.

Türkei hofft auf stärkere Rüstungskooperation mit Deutschland
tagesthemen 22:45 Uhr, 18.02.2018, Kirstin Girschig, ARD Berlin

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Der 44-jährige Deutschtürke Yücel war am Freitag nach einem Jahr Untersuchungshaft wegen Terrorvorwürfen freigelassen worden. Die Regierungen beider Länder hoffen nun auf weitere Entspannung in ihren schwer belasteten Beziehungen.

"Vorteil für beide Seiten"

Die Bundesregierung betont, dass keine Gegenleistung für die Freilassung versprochen worden sei. Auch der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu wies solche Spekulationen am Wochenende zurück: "Es hat nie einen Deal gegeben." Die türkische Regierung hofft trotzdem darauf, dass die Beziehungen zu Deutschland jetzt wieder ausgebaut werden können. Für Yildirim gehört auch der Rüstungsbereich zu den entwicklungsfähigen Kooperationsfeldern. Vom gemeinsamen Bau eines Kampfpanzers würden beide Seiten profitieren, sagte er der dpa. "Noch mehr Deutschland. Denn die Maschinen kommen aus Deutschland, einfache Teile würden in der Türkei hergestellt."

Die türkische Regierung plant den Bau von etwa 1000 Kampfpanzern des Typs "Altay" im geschätzten Wert von etwa sieben Milliarden Euro. An einem Teil der Produktion könnte der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern beteiligt sein. Ohne Genehmigung der Bundesregierung ist eine Mitarbeit eines deutschen Unternehmens am Panzerbau in der Türkei nicht möglich.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. Februar 2018 um 20:00 Uhr.

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