Flughafen in Antalya | Bildquelle: picture alliance / Sergei Bobyle

Nach Festnahme in Antalya Türkei lässt eine Deutsche wieder frei

Stand: 04.09.2017 14:09 Uhr

Zwei weitere Deutsche waren vergangene Woche in der Türkei festgenommen worden - vermutlich aus politischen Gründen. Nach WDR-Informationen handelt es sich um ein Ehepaar. Die Frau wurde nun wieder freigelassen. Viele Fragen in dem Fall sind nach wie vor offen.

Einer der beiden deutschen Staatsangehörigen, die am Donnerstag im türkischen Antalya festgenommen worden waren, ist wieder frei. "Der Rechtsanwalt einer der betroffenen Personen hat uns mitgeteilt, dass diese ohne Auflagen auf freien Fuß gesetzt wurde", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Dies sei eine "positive Neuigkeit". Man versuche allerdings noch, die Freilassung zu bestätigen.

Nach WDR-Informationen handelt es sich bei den beiden Festgenommenen um ein Unternehmer-Ehepaar aus Rheinland-Pfalz mit türkischen Wurzeln. Die Frau wurde demnach freigelassen und soll in den nächsten Tagen nach Deutschland zurückkehren. Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete, dass gegen die Frau trotz der Freilassung weiter ermittelt werde. Der Mann wird weiterhin festgehalten.

Arnd Henze, ARD Berlin, berichtet über die Freilassung der Deutschen in der Türkei
04.09.2017

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Diplomaten können Mann noch immer nicht betreuen

Die beiden waren am Flughafen des Urlaubsortes Antalya von der Polizei festgenommen worden. Beide haben ausschließlich die deutsche Staatsangehörigkeit.

Der Sprecher des Auswärtigen Amts erklärte weiter, dass deutsche Konsularbeamte noch immer keinen Zugang zu dem nun noch festgehaltenen Mann erhalten hätten, obwohl das Wiener Übereinkommen das vorsehe. Er räumte zudem ein, dass auch die türkischen Behörden noch am Donnerstag über die Festnahme unterrichtet hätten. Am Freitag hatte es noch geheißen, dass die Information über nichtstaatliche Stellen erfolgt sei und nicht - wie in vorherigen Fällen auch - über staatliche.

Andreas Spinrath @aspinrath
Nach Recherchen von @WDRinvestigativ ist das Ehepaar in diesem Jahr mehrfach ohne Probleme in die Türkei gereist. https://t.co/9fC6jU6WP7

Vorwurf: Nähe zur Gülen-Bewegung

Von den türkischen Behörden gab es keine detaillierten Informationen darüber, was dem Ehepaar konkret vorgeworfen wird. Nach WDR-Informationen hält die Türkei sie für Anhänger der Gülen-Bewegung.

Die Türkei macht die Gülen-Bewegung für den Putschversuch im Juli 2016 verantwortlich und hat seitdem Zehntausende Menschen unter dem Vorwurf der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung festgenommen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes befinden sich derzeit außerdem 55 deutsche Staatsangehörige in der Türkei in Haft, davon elf aus politischen Gründen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 04. September 2017 um 12:30 Uhr.

Darstellung: