Türkischer Panzer in Syrien | Bildquelle: dpa

Kampf gegen IS Türkei beendet Militäreinsatz in Syrien

Stand: 29.03.2017 22:13 Uhr

Die Türkei hat nach eigenen Angaben ihren Militäreinsatz im Norden Syriens beendet. Mit verbündeten syrischen Rebellen hatte sie seit August vergangenen Jahres gegen Einheiten der Terrormiliz IS sowie gegen kurdische Milizen gekämpft.

Die Türkei hat ihren Militäreinsatz im Norden Syriens für beendet erklärt. "Die Operation Euphrat-Schild ist zu Ende", sagte Regierungschef Binali Yildirim nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates, wie die Agentur Anadolu berichtete. In einem Interview mit dem Sender NTV sagte er, die Operation sei erfolgreich gewesen.

Unklar blieb, ob die Türkei ihre Soldaten aus dem Nachbarland abziehen wird. Yildirim schloss weitere Einsätze der türkischen Armee in Syrien nicht aus.

Auch YPG im Visier

Das türkische Militär und verbündete syrische Rebellen hatten den gemeinsamen Einsatz im August vergangenen Jahres aufgenommen und gegen Einheiten der Terrormiliz "Islamischer Staat" sowie gegen kurdische Milizen gekämpft. Türkisches Militär und Rebellen haben seitdem ein etwa 2000 Quadratkilometer großes Gebiet unter ihre Kontrolle gebracht.

Im Visier hatte die türkische Armee aber auch die syrisch-kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), die eng mit der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verbunden sind. Die Regierung in Ankara betrachtet die PKK und die YPG als terroristische Vereinigungen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 29. März 2017 um 22:15 Uhr.

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