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Dach-Einsturz bei der Atomruine
Gebäude auf Gelände von AKW Tschernobyl eingestürzt
Am stillgelegten Atomkraftwerk in Tschernobyl sind Dach und Mauer eines Gebäudes teilweise eingestürzt. Nach Angaben einer Sprecherin des Kraftwerks stürzte ein 600 Quadratmeter großer Teil des Daches der Turbinenhalle von Block 4 ein - jenes Blockes, in dem sich 1986 die Katastrophe ereignet hatte. Das betroffene Maschinengebäude sei aber 50 Meter von dem Reaktor entfernt.
Grund für den Einsturz seien laut der ukrainischen Katastrophenschutzbehörde Schneemassen auf dem Dach gewesen. Etwa 80 Arbeiter zweier französischer Baufirmen an der Anlage seien in Sicherheit gebracht worden. Dabei habe es sich aber um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt, sagte die Kraftwerks-Sprecherin. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Wann die Arbeiten wieder aufgenommen werden sollten, war zunächst unklar. Es sei kein Ansteig von Radioaktivität gemessen worden.
"Greenpeace" ist beunruhigt
"Greenpeace" bezeichnete den Unfall als "beunruhigendes Signal". Es gebe keine Garantie, dass in naher Zukunft nicht auch noch andere Teile einzustürzen beginnen, teilte die Umweltschutzorganisation mit.
In dem Kernkraftwerk im Norden der Ukraine hatte sich am 26. April 1986 der größte Unfall in der Geschichte der zivilen Nutzung der Atomenergie ereignet. Durch die Katastrophe von Tschernobyl wurden große Gebiete der Ukraine, Russlands und Weißrusslands verseucht. Die Strahlung breitete sich auch über weite Teile Europas aus.
Stand: 13.02.2013 16:18 Uhr
