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Nach Todesfällen durch vergifteten Schnaps
Tschechien erlaubt wieder Verkauf von hartem Alkohol
Vor eineinhalb Wochen hatte die tschechische Regierung nach einer beispiellosen Vergiftungsserie den Schnapsverkauf im Land generell gestoppt. Mindestens 26 Menschen waren an Spirituosen gestorben, die mit Methanol gepanscht waren.
Jetzt wurde das Verbot teilweise rückgängig gemacht. Das Kabinett in Prag entschied, dass harter Alkohol, der vor dem 1. Januar dieses Jahres hergestellt wurde, wieder in Geschäften und Gaststätten angeboten werden darf. Dasselbe gilt für fabrikneue Flaschen, sie wurden zur Kenntlichmachung mit einem roten Steuersiegel markiert.
Warnung vor hartem Alkohol unbekannter Herkunft
Die Behörden in Tschechien mahnen allerdings weiterhin zur Vorsicht und warnen eindringlich davor, harten Alkohol zu trinken, von dem nicht bekannt ist, woher er stammt. Nach einer Schätzung der Polizei könnten seit Ende August bis zu 15.000 Liter vergifteter Schnaps in Tschechien in Umlauf gekommen sein.
Betroffen ist den Angaben zufolge hochprozentiger Alkohol (Wodka und Rum) ohne Herkunftsnachweis, der aus unetikettierten Plastikfässern abgefüllt und an kleine Geschäfte und Verkaufsstände in der Region Ostrava im Osten Tschechiens abgegeben wurde.
Mutmaßliche Verantwortliche aufgespürt
Die mutmaßlichen Verantwortlichen wurden von tschechischen Behörden bereits aufgespürt. Zwei Personen aus dem Nordosten des Landes stehen im Verdacht, die tödliche Mixtur aus Spirituosen und giftigem Methanol produziert zu haben.
Stand: 27.09.2012 01:46 Uhr
