US-Präsident Trump | Bildquelle: dpa

Trumps Steuerpläne Steuersenkungen satt

Stand: 26.04.2017 20:31 Uhr

Die größte Steuerreform aller Zeiten hatte US-Präsident Trump angekündigt - jetzt hat er seine Pläne konkretisiert. Im Mittelpunkt: ein niedrigerer Spitzensteuersatz und massive Steuersenkungen für Unternehmen. Damit hofft Trumps Regierung, die Wirtschaft anzukurbeln.

Mit Spannung waren Details zur der von Donald Trump groß angekündigten Steuerreform erwartet worden, nun hat der US-Präsident seine Pläne konkretisiert. Im Mittelpunkt der Reform sollen massive Steuersenkungen stehen. Vor allem Unternehmen sowie Arbeitnehmer mit niedrigen und mittleren Einkommen sollen entlastet werden, wie US-Finanzminister Steven Mnuchin und Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn sagten.

Trump-Regierung stellt Details der geplanten US-Steuerreform vor
tagesthemen 21:35 Uhr, 26.04.2017, Ina Ruck, ARD Washington

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Trumps Steuerplan sieht demnach vor, den Spitzensteuersatz für Einzelpersonen von derzeit 39,6 auf 35 Prozent zu senken. Für kleine Unternehmen würden nur noch 15 Prozent statt bisher 39,6 Prozent fällig. Vertreter des Weißen Hauses hatten bereits zuvor erklärt, dass größere Unternehmen künftig ebenfalls nur 15 Prozent Steuern zahlen sollen. Bisher sind es 35 Prozent.

Steuersystem soll einfacher werden

US-Bürger sollten künftig zudem den doppelten Pauschalbetrag von der Steuer absetzen können. Die Erbschaftssteuer werde abgeschafft. Auch soll das Steuersystem insgesamt vereinfacht werden. Die Zahl der persönlichen Einkommensteuergruppen solle von sieben auf drei reduziert werden, die 10, 25 und 35 Prozent betragen würden. Cohn sprach von der größten Steuerreform seit mehr als 30 Jahren.

Als Gegenfinanzierung zu den Steuersenkungen, die den US-Haushalt belasten, nannten Mnuchin und Cohn zum einen ein höheres Wirtschaftswachstum sowie die geplante Schließung von Schlupflöchern.

Vorteile für Trump?

Journalisten fragten Mnuchin nach einem möglichen Interessenskonflikt, da Trump und die Familie des Milliardärs zu großen Gewinnern der Steuerkürzungen gehören könnten. Der Minister wollte sich nicht dazu äußern. Er teilte allerdings mit, dass der US-Präsident weiterhin nicht die Absicht habe, seine Steuererklärungen öffentlich zu machen.

Mitte März war zum ersten Mal eine Steuererklärung Trumps in der Öffentlichkeit aufgetaucht. Laut der dem TV-Sender MSNBC zugespielten Erklärung machte Trump im Jahr 2005 etwa 150 Millionen Dollar Gewinn und bezahlte 38 Millionen Dollar Steuern.

Ausstieg aus NAFTA per Dekret?

Aus dem Umfeld Trumps hieß es außerdem, dass der US-Präsident einen Ausstieg aus dem nordamerikanischen Freihandelsabkommen NAFTA per Dekret erwägt. Es werde über einen entsprechenden Erlass nachgedacht, sagte ein Vertreter der US-Regierung der Nachrichtenagentur Reuters zufolge. Er bestätigte damit einen Bericht der US-Zeitung "Politico".

Trump hatte mit dem Rückzug aus NAFTA gedroht, sollte er keine besseren Bedingungen für die USA aushandeln können. Mexiko geht davon aus, dass die Gespräche Ende August beginnen. Im Wahlkampf hatte er das Land scharf kritisiert.

In dieser Woche führte Trump zudem Strafzölle auf kanadisches Weichholz ein. Die Vereinbarungen sollen nun neu ausgehandelt werden.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 26. April 2017 um 21:35 Uhr.

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