US-Präsident Donald Trump | Bildquelle: AP

Trump stellt Pläne vor Niedrigere Steuern für alle?

Stand: 26.04.2017 02:52 Uhr

US-Präsident Trump will heute erstmals Details zu seiner mit Spannung erwarteten Steuerreform bekannt geben. Sowohl die Einkommens- als auch die Unternehmenssteuer sollen gesenkt werden. Das wird nicht ohne neue Schulden gehen, warnen Experten.

Andreas Horchler, ARD-Studio Washington

Kurz nach seinem Amtsantritt wiederholte US-Präsident Donald Trump seine Aussagen aus dem Wahlkampf: "Wir werden die Steuern massiv senken", sagte er. "Sowohl für die Mittelklasse als auch für Unternehmen. Wir denken an Sätze von 15 bis 20 Prozent."

Der US-Präsident will weniger Verwaltung, Wettbewerbsvorteile für die USA und geringere Steuern für Unternehmen und Bürger. Alles auf einmal. Kaum ein Beobachter glaubt, dass ein solches Reformwerk ohne neue Staatsschulden zu machen ist. Ex-Banker und US-Finanzminister Steven Mnuchin zweifelte bei der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds ebenfalls daran, dass eine solche Steuerreform ohne Schulden machbar ist, vor den Kameras in Washington aber sagte er: "Die Steuerreform wird sich selbst finanzieren."

US-Finanzminister Mnuchin verkündet Details der geplanten Steuerreform
tagesschau 20:00 Uhr, 26.04.2017, Ina Ruck, ARD Washington

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Niedrige Steuersätze = mehr Wachstum?

Das glaubte auch der damalige US-Präsident Ronald Reagan bei seiner großen Steuerreform im Jahr 1981. Er irrte sich: Die Schulden verdoppelten sich in kürzester Zeit und wuchsen schmerzhaft im Verhältnis zur Wirtschaftskraft der Vereinigten Staaten. Die Idee der "Trickle down economics", die Annahme, dass niedrige Steuersätze zu mehr Wachstum und mehr Wohlstand für alle Amerikaner führen, wurde nun von Trump wiederbelebt.

"Für jeden Prozentpunkt, um den sie die Unternehmenssteuern senken, verlieren sie 100 Milliarden Dollar in 10 Jahren", rechnet Anthony Chan, Chefvolkswirt bei JPMorgan Chase vor. "Bei einer Reduzierung um 15 Prozent sprechen wir also über zwei Billionen US-Dollar in den kommenden 10 Jahren. Wie wollen sie das bezahlen?"

Grenzsteuer soll US-Handelsbilanz verbessern

Trump hatte eine Senkung der Unternehmenssteuern von 35 auf 15 Prozent angekündigt. Auch die Einkommenssteuer soll sinken. Besonders Kapitalerträge will Trump freistellen. Anleger, also wohlhabendere Amerikaner würden profitieren. Eine Grenzsteuer von 20 Prozent auf Waren aus dem Ausland soll die US-Handelsbilanz verbessern. Importeure wie große Handelsketten fürchten den Aufschlag, weil sie einen Großteil ihrer Waren aus dem Ausland beziehen, heimische Produzenten sind für die Einfuhrgebühren. Deutsche und Europäische Exporteure hätten unter der Steuer zu leiden, aber auch US-Konsumenten, die importierte Waren bisher günstig einkaufen können.

Vor dem Ablauf seiner ersten 100 Tage im Amt mit zahlreichen gescheiterten Neuregelungen vom geplanten Einreisestopp bis zur sofortigen Abschaffung der Krankenversicherung Obamacare und dem in Frage gestellten Grenzwall nach Mexiko braucht der US-Präsident einen Erfolg, sagt Steven Moore, Trumps Wirtschaftsberater aus dem Wahlkampf.

Den großen Wurf sollte aber niemand erwarten, bremst Mick Mulvaney, Direktor des US-Haushaltsbüros: "Am Mittwoch wird es keinen fertigen Gesetzestext geben. Den erwartet auch niemand. Man wird zum ersten Mal unsere Prinzipien sehen, einige Ideen, die wir mögen und andere, die wir nicht mögen."

Lange erwartet: Trumps Vorschläge für eine Steuerreform
Andreas Horchler, ARD Washington
25.04.2017 23:19 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 26. April 2017 um 09:08 Uhr.

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