Eklat auf Wahlkampfveranstaltung Trump-Anhänger attackiert Schwarzen

Stand: 11.03.2016 11:31 Uhr

Donald Trump stand schon häufiger wegen rassistischer Äußerungen in der Kritik. Nun hat ein Anhänger des US-Präsidentschaftsbewerbers einen schwarzen Demonstranten attackiert - nachdem dieser von Polizisten abgeführt worden war.

In den USA sorgt die Attacke auf einen jungen Afroamerikaner für Aufsehen. Denn der Angreifer war ein weißer Anhänger des Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump. Passiert ist das Ganze auf einer Wahlkampfveranstaltung in Fayetteville. Diese Woche verbreitete sich ein Video von dem Vorfall im Internet: Es zeigt, wie der junge Mann wegen Ruhestörung von Beamten aus einer Arena geführt wird. Vor dem Ausgang versetzt dann ein älterer Besucher mit Cowboyhut dem jungen Schwarzen einen Faustschlag ins Gesicht. Außerdem soll der Trump-Anhänger gesagt haben, beim nächsten Mal "werden wir ihn wohl umbringen müssen".

Strafverfahren gegen Angreifer

Nachdem Ermittler das auf sozialen Medien gepostete Video geprüft hatten, wurde der 78-jährige Angreifer nun festgenommen. Gegen ihn sei ein Strafverfahren wegen Körperverletzung und ordnungswidrigem Verhalten eingeleitet worden, teilte das Büro des Sheriffs im Bezirk Cumberland County mit. Nach Angaben des US-Senders CNN wurde er nach der Zahlung einer Kaution von 2500 Dollar wieder auf freien Fuß gesetzt.

Trump-Anhänger versetzt schwarzem Demonstranten Fausthieb (ohne Ton)
11.03.2016

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Der angegriffene Mann gab seinen Namen später als Rakeem Jones an. Der Nachrichtenagentur AP sagte er, er und andere Begleiter hätten die Veranstaltung von Trump als Beobachter besucht, nicht aber als Protestler. Jemand habe eine Person aus seiner Gruppe beleidigt und als sie deswegen Widerworte hätten geben wollen, sei er auch schon von der Polizei hinausgebracht worden. In der "Washington Post" gab Jones an, sein Besuch der Wahlkampfveranstaltung sei "ein soziales Experiment" gewesen. Trump sorgt immer wieder mit rassistischen und islamfeindlichen Aussagen für Empörung.

Die Polizei habe tatenlos zugesehen

"Wow, ich werde geschlagen, während die Polizei mich abführt... Die Polizei schaute zu, wie ich geschlagen werde", sagte Jones später. In der Erklärung des Sheriffsbüro hieß es indes, das Opfer sei wegen einer Störung der Kundgebung abgeführt worden. Als es zum Übergriff kam, hätten die Beamten die Treppen im Blick gehabt.

Trumps Wahlkampfsprecherin Hope Hicks teilte später in einer Reaktion auf den Vorfall lediglich mit: "Wir sind nicht darin verwickelt." Auf Kundgebungen des umstrittenen republikanischen Bewerbers kommt es mittlerweile oft zu Konfrontationen zwischen seinen Anhängern und Protestlern. Das Publikum wird in der Regel in Lautsprecheransagen dazu angehalten, Störern nichts zuleide zu tun.

Clinton reagiert empört

Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton zeigte sich "zutiefst bestürzt und sogar empört" über die Gewalt bei der Veranstaltung von Trump. "Amerika macht man nicht großartig, indem man alles fallen lässt, was Amerika großartig macht, etwa freie Meinungsäußerung, Versammlungsfreiheit und das Recht der Leute auf Protest." Damit nahm Clinton auf Trumps Wahlkampfslogan Bezug, der "Make America great again" lautet.

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