Donald Trump | Bildquelle: AFP

Republikaner gewinnt gegen Clinton Trump wird US-Präsident

Stand: 09.11.2016 10:36 Uhr

Der neue Präsident der USA heißt Donald Trump. Der Quereinsteiger, der Milliardär, der Populist hat die Präsidentenwahl in den USA gewonnen. Favoritin und Demokratin Hillary Clinton räumte ihre Niederlage ein. Trump versprach, der Präsident aller Amerikaner zu sein.

Dem Außenseiter Donald Trump gelingt die Sensation: Der umstrittene Republikaner hat überraschend und entgegen der allermeisten Umfragen die Präsidentschaftswahl in den USA gewonnen. Hillary Clinton von den Demokraten räumte ihre Niederlage in einem Telefonat mit Trump ein. Sie verzichtete in der Nacht auf eine Rede. Die Wahlparty in New York wurde abgesagt.

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Trump will "Präsident aller Amerikaner" sein

In seinem ersten Auftritt nach dem Wahlsieg gab sich Trump staatsmännisch. Vor seinen jubelnden Anhängern in New York schlug der 70-Jährige versöhnliche Töne an. "Ich werde Präsident aller Amerikaner sein." Es sei nun Zeit, zusammenzukommen und Amerika wieder aufzubauen, sagte der Unternehmer und kommende US-Präsident. Er habe sein Berufsleben lang als Geschäftsmann nach ungehobenen Potenzialen gesucht. Das wolle er jetzt als Präsident tun. Trump versprach neue Jobs, mehr Anerkennung für Veteranen und gute Zusammenarbeit mit anderen Nationen, "die dazu bereit sind". Er wolle "fair" mit der Weltgemeinschaft umgehen. Amerika müsse aber zuerst kommen. Trumps zentrales Versprechen lautete, Amerika wieder "groß zu machen".

Rede von Donald Trump
US-Wahl 2016, 09.11.2016

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Der Milliardär wird am 20. Januar als der 45. Präsident in das Weiße Haus einziehen. Er kann beim Regieren auf die Mehrheit seiner Republikaner im US-Kongress setzen und mögliche entscheidende Vorhaben umsetzen. Die Konservativen verteidigten ihre Mehrheiten im Senat und im Repräsentantenhaus.

Viele Swing States gingen an Trump

Es war eine der spannendsten Wahlnächte in der amerikanischen Geschichte. Erst Stunden nach Schließung der Wahllokale stand fest, dass Trump die für einen Sieg notwendige Schwelle von 270 Wahlleuten überschritten hatte. In zahlreichen Bundesstaaten lieferten sich die Rivalen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In einigen machten nur wenige Tausend Stimmen den Unterschied aus.

Damit strafte der 70-jährige politische Quereinsteiger einmal mehr die Umfragen Lügen, die Clinton im Vorteil sahen. Selbst in Bundesstaaten, die die frühere First Lady eigentlich fest für sich eingeplant hatte, schnitt der Immobilienmogul überraschend stark ab. Trump konnte die besonders umkämpften Staaten Florida, North Carolina, Ohio und Wisconsin für sich entscheiden. Clinton gewann von den sogenannten Swing States lediglich Nevada, Virginia und Colorado. Ihre Niederlage dürfte das Ende ihrer politischen Karriere bedeuten. Vor allem in mehreren Bundesstaaten im sogenannten Rostgürtel der USA, einer einst florierenden und inzwischen vom wirtschaftlichen Abschwung geprägten Industrieregion, konnte die Demokratin nicht überzeugen.

Männliche weiße Wähler für Trump - aber nicht nur

Trumps mit populistischen Parolen geführter Wahlkampf verfing offensichtlich stärker bei der Mehrheit der US-Amerikaner, als es Meinungsforscher vorausgesehen hatten. Immer wieder wetterte er gegen Einwanderung, internationale Handelsabkommen und Globalisierung und machte diese für den Verlust von Arbeitsplätzen in den USA verantwortlich. Seinen Wahlsieg verdankt er hauptsächlich weißen männlichen Wählern, vor allem schlechter gebildete Arbeiter stimmten für den politischen Außenseiter. Doch auch überraschend viele Frauen und ein größerer Anteil der spanisch-sprachigen Bevölkerung als vorhergesagt wählte Trump.

Beide Kandidaten hatten sich in den vergangenen Wochen erbitterte Auseinandersetzungen geliefert. Der Wahlkampf gilt als einer der härtesten und schmutzigsten der amerikanischen Geschichte. Er war geprägt von persönlichen Beleidigungen und Schmähungen. Ein Ringen um politisch attraktivere Positionen gab es nicht. Fakten und Inhalte spielten kaum eine Rolle.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. November 2016 in der Sondersendung ab 09:00 Uhr.

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