Trump | Bildquelle: AP

Designierter US-Präsident Trump will Stiftung auflösen

Stand: 25.12.2016 04:26 Uhr

Trumps künftiger Umgang mit seinem Firmengeflecht ist seit seiner Wahl zum US-Präsidenten Thema. Nun kündigte er an, seine Stiftung aufzulösen. Doch gegen die wird derzeit ermittelt - und so lange kann sie laut Staatsanwaltschaft auch nicht abgewickelt werden.

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, seine Wohltätigkeitsstiftung aufzulösen. Er wolle nicht, dass die gute Arbeit der Stiftung mit einem möglichen Interessenkonflikt in Verbindung gebracht werde. Deshalb habe er sich entschlossen, sein "starkes Interesse an wohltätiger Arbeit auf anderem Weg zu verfolgen", so Trump.

Die Donald J. Trump Foundation steht derzeit im Visier der Staatsanwaltschaft New York. Eine Sprecherin der Anklagebehörde erklärte, Trump könne seine Stiftung nicht auflösen, solange Ermittlungen gegen sie liefen. "Die Trump Foundation ist noch immer Gegenstand von Ermittlungen dieser Staatsanwaltschaft und kann nicht rechtmäßig aufgelöst werden, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind", sagte sie.

Stiftung darf keine Spenden mehr annehmen

Im Oktober hatte der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman angeordnet, dass die Stiftung keine Spenden mehr annehmen darf. Er begründete dies mit einem Verstoß der Trump Foundation gegen Gesetze zur Regulierung von Wohltätigkeitsorganisationen.

Der Anordnungen waren Berichte der "Washington Post" über ein mögliches Fehlverhalten bei der Stiftung vorausgegangen. So sollen Stiftungsmittel genutzt worden sein, um Rechtsstreitigkeiten beizulegen, die Trump-Geschäfte betroffen haben sollen.

Die Kontroverse um die Stiftung ist nur ein Teil der Debatte um mögliche Konflikte zwischen Trumps künftiger Rolle als US-Präsident und seinen bisherigen Geschäftsinteressen. Auf einer Pressekonferenz Mitte Dezember wollte er ursprünglich seine Pläne für einen Rückzug aus seinen Geschäften darlegen, um mögliche Interessenkonflikte nach seinem Amtsantritt als Präsident am 20. Januar zu vermeiden. Kurz vorher verschob Trump den Termin jedoch, ein neues Datum nannte er nicht.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. Dezember 2016 um 05:10 Uhr.

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