Donald Trump | Bildquelle: AFP

Gewalt in Charlottesville Jetzt spricht auch Trump von Rassismus

Stand: 14.08.2017 20:04 Uhr

Zwei Tage schwieg US-Präsident Trump, der Druck auf ihn wuchs. Nun verurteilte Trump die Gewalt von Rechtsextremen in Charlottesville. Ku Klux Klan, Neonazis und die Alt-Right-Bewegung seien "abstoßend". Er sprach jedoch nicht von Terrorismus.

"Rassismus ist böse und diejenigen, die in seinem Namen Gewalt anwenden, sind Kriminelle und Verbrecher" - mit diesen Worten hat US-Präsident Donald Trump nun auf die gewaltsamen Ausschreitungen von Rechtsextremen in Charlottesville reagiert, die bereits zwei Tage zurückliegen.

Neonazis, der Ku Klux Klan und andere Gruppen wie die Alt-Right-Bewegung bezeichnete er als "abstoßend". Sie seien voller Hass und hätten keinen Platz in Amerika, sagte Trump in Washington in einem eigens anberaumten Statement vor Medien.

Die Attacke eines jungen Mannes mit einem Auto, bei der am Samstag eine Frau ums Leben gekommen war, nannte der Präsident Trump "rassistisch". Amerika müsse auf solchen Hass mit Liebe antworten, Stärke zeigen und aufs Neue zusammenkommen.

Trump reagiert auf den Druck und verurteilt Rassismus
tagesthemen 21:35 Uhr, 14.08.2017, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

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Unter Druck geraten

Kurz nach den Ausschreitungen hatte Trump nur von "Gewalt von vielen Seiten" gesprochen und die Rassisten nicht explizit für ihre Taten verurteilt. Deshalb war er unter starken Druck geraten, und dies auch aus den eigenen Reihen.

So hatte der republikanische Senator Cory Gardner an Trump appelliert: "Sagen Sie, dass dieser weiße Rassismus und Nationalismus böse ist! Unser Land und die Welt muss dies hören. Das muss aus dem Oval Office kommen."

Dagegen hatte sich Vizepräsident Mike Pence mit klaren Worten geäußert und damit Abstand zu Trump genommen: "Wir haben keine Toleranz für Hass und Gewalt von Vertretern der Weißen Vorherrschaft, von Neonazis oder dem Ku-Klux-Klan." Diese "gefährlichen Randgruppen" hätten keinen Platz im Amerika. Ähnliche Worte hatte Ivanka Trump, die Tochter des Präsidenten, auf Twitter geäußert.

Trump spricht nicht von Terrorismus

Trump sprach allerdings auch diesmal nicht von rechtsgerichtetem Terrorismus. Dies hatten die oppositionellen Demokraten und einige Republikaner gefordert.

US-Chefankläger und Justizminister Jeff Sessions hatte die tödliche Gewalt der Rassisten von Charlottesville klar als "heimischen Terrorismus" gebrandmarkt. Sessions sagte dem Sender ABC, die Tat eines 20-Jährigen, der mit einem Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten gefahren war, lasse sich laut Gesetz so definieren. Die Tat sei ohne jeden Zweifel eine inakzeptable, bösartige Attacke gewesen.

Auch Sicherheitsberater H.R. McMaster hatte nach der Tat gesagt: "Natürlich war das Terrorismus."

Am Samstag war es bei der Kundgebung in der Universitätsstadt in Virginia zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Nach der Attacke des mutmaßlichen Rechtsextremisten mit einem Auto starb eine 32-jährige Frau, 19 Menschen erlitten teils schwere Verletzungen.

Jan Philipp Burgard, ARD Washington, mit Reaktionen
tagesthemen 21:35 Uhr, 14.08.2017

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Dritter Manager verlässt Beratergremium

Neben Vertretern der Demokraten und vieler Organisationen hatten auch zahlreiche prominente Republikaner Trumps bisherige Reaktion als viel zu schwach kritisiert. Der Bürgermeister von Charlottesville, Michael Signer, machte den Präsidenten unter Hinweis auf dessen Wahlkampf-Rhetorik für die Eskalation am Samstag mitverantwortlich.

Der Chef des Pharmakonzerns Merck, Kenneth Frazier, legte seine Beratertätigkeit für Trump nieder. Wer an der Spitze der USA stehe, müsse die "fundamentalen Werte" des Landes hochhalten, erklärte Frazier. Frazier war von Trump in den Export-Rat berufen worden, ein Expertengremium, das die US-Präsidenten seit 1973 in Handelsfragen berät.

Trump attackierte Frazier nach dessen Statement auf Twitter mit den Worten, der Pharma-Manager werde nun mehr Zeit haben, die Wucherpreise für Medikamente zu senken. Im Juni hatten sich bereits die Chefs von Tesla und Disney, Elon Musk und Robert Iger, aus Trumps Beratergremien zurückgezogen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. August 2017 um 20:00 Uhr.

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