US-Justizminister Jeff Sessions | Bildquelle: AFP

Streit um Russland-Affäre Sessions bleibt trotz Trump-Kritik

Stand: 20.07.2017 19:13 Uhr

Rücktritt? Davon will US-Justizminister Sessions nichts wissen. Trotz der außergewöhnlichen Kritik von Präsident Trump an ihm will er weitermachen, und wird darin von konservativen Politikern unterstützt.

Von Claudia Sarre, ARD-Studio Washington

Die harsche Kritik des US-Präsidenten an seiner Person scheint US-Justizminister Jeff Sessions nicht aus der Ruhe zu bringen. Er sei zuversichtlich, dass er die Arbeit im Justizministerium effektiv fortsetzen könne - so lange es angemessen sei, sagte er am Morgen bei einer Pressekonferenz, in der es eigentlich um die Machenschaften im Darknet gehen sollte.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump seinen Justizminister in einem Interview mit der "New York Times" in beispielloser Weise abgewatscht. Und das obwohl Sessions der erste Senator war, der Trump im Wahlkampf unterstützt hatte.

Was der Präsident unfair findet

Niemals hätte er Sessions zum Justizminister berufen, wenn er gewusst hätte, dass dieser sich in der Russland-Affäre für befangen erklären würde, so Trump in dem Interview, das sei, ehrlich gesagt, sehr unfair gegenüber dem Präsidenten.

In diesem Fall hätte er gesagt - "Danke schön, Jeff, aber dann kann ich dich nicht in mein Kabinett aufnehmen". Das sei extrem unfair, und das sei noch ein mildes Wort, erboste sich Trump.

Trump distanziert sich von Justizminister Sessions
nachtmagazin 00:00 Uhr, 21.07.2017, Claudia Buckenmaier, ARD Washington

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Rücktritt schon vorher abgelehnt?

Schon seit Wochen sollen sich der US-Justizminister und sein Präsident in den Haaren liegen. Sessions soll sogar schon mehrfach seinen Rücktritt angeboten haben, was Trump jedoch abgelehnt haben soll.

Sessions hatte sich im vergangenen Jahr als Wahlkampfberater Trumps mehrmals mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak getroffen. In seiner Anhörung vor dem US-Senat erzählte er davon jedoch nichts. Hinterher erklärte der Minister, der gleichzeitig auch Generalbundesanwalt ist, seinen Rückzug aus den Russland-Ermittlungen - wegen Befangenheit.

Jeff Sessions und Donald Trump | Bildquelle: REUTERS
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Das war einmal: Die ungetrübte Zusammenarbeit zwischen Trump und Sessions dürfte fürs Erste vorbei sein.

"Niemand kann ihm das Wasser reichen"

Republikanische Parteikollegen wie der Kongressabgeordnete Steve King nehmen Sessions nun in Schutz. Niemand im Land sei besser für die Position des Generalstaatsanwalts qualifiziert, niemand könne ihm das Wasser reichen. Und: "Sessions ist die beste Kabinetts-Entscheidung, die Trump getroffen hat. Er glaubt an die Verfassung, er versteht die Gesetzesstrukturen und lebt nach diesen Prinzipien."

Nachdem Sessions sich aus den Ermittlungen zurückgezogen hatte und FBI-Chef James Comey von Trump gefeuert worden war, wurde ein unabhängiger Sonderermittler berufen, sehr zum Missfallen von Trump. Dieser Sonderermittler Robert Mueller soll zusammen mit dem FBI und mehreren Kongressausschüssen jetzt Licht in die Russland-Affäre bringen.

Justizminister Sessions reagiert auf Trump-Kritik
Claudia Sarre, ARD New York, zzt. Washington
20.07.2017 18:57 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. Juli 2017 um 04:58 Uhr und 12:00 Uhr.

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