US-Präsident Trump umgeben von Bodyguards und Mitarbeitern des Secret Service. | Bildquelle: AP

Secret Service Überstunden für Trumps Beschützer

Stand: 21.08.2017 20:29 Uhr

Geldnot beim Secret Service: Die intensive Bewachung von US-Präsident Trump und seines Umfelds droht den Haushalt des US-Sicherheitsdienstes zu sprengen. Aber warum ist der Aufwand höher als bei Obama? Dafür gibt es mehrere Gründe.

Die Wochenendausflüge von US-Präsident Donald Trump sind für den Steuerzahler ein teures Vergnügen. Denn jedes Mal wenn Trump auf einem seiner Golf-Anwesen in Florida, Virginia oder New Jersey einlocht, müssen auch zahlreiche Sicherheitsbeamte des amerikanischen Secret Service die Entourage des Präsidenten begleiten. Dabei fallen ordentlich Überstunden an. Für die Sicherheitsbehörde wird das zunehmend zum Problem.

Denn mehr als tausend Mitarbeiter haben bereits jetzt die zulässige Gehaltsobergrenze samt Überstunden erreicht. Das sagte der Chef des Secret Service, Randolph Alles, der Zeitung "USA Today". Die Behörde stehe vor einer Finanzkrise.

"Ich kann da nichts machen"

Es sind nicht nur Trumps Golftrips, die die Kosten aus dem Ufer laufen lassen. Auch die Zahl der zu bewachenden Personen ist seit seinem Amtsantritt im Januar deutlich gestiegen. Insgesamt schützt die Behörde derzeit 42 Personen aus dem direkten Umfeld des Präsidenten - so viele wie nie zuvor. Zum Vergleich: In der Amtszeit von Trumps Vorgänger Barack Obama wurden 31 Personen geschützt.

"Der Präsident hat eine große Familie, und unsere Pflichten sind gesetzlich geregelt", sagt Alles zur Situation. "Ich kann es nicht ändern. Ich kann da nichts machen."

Trotz der hohen Belastung steht für die klamme Behörde bereits der nächste Härtetest an. Im September schützt der Secret Service auch die UN-Vollversammlung in New York, zu der insgesamt 150 Staatschefs anreisen werden. Der Behördenchef steht deshalb bereits in Verhandlungen mit führenden Mitgliedern des amerikanischen Kongresses. Ziel sei es, die Obergrenze für Gehälter und Überstunden anzuheben.

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell Radio am 22. August 2017 um 20:47 Uhr.

Darstellung: