Ägyptens Präsident al Sisi und US-Präsident Donald Trump in Riad | Bildquelle: AFP

Gespräche in Riad Trump umgarnt die arabischen Führer

Stand: 21.05.2017 13:15 Uhr

Es werden jede Menge Freundlichkeiten ausgetauscht: Bei seinen Gesprächen in Riad überschüttet US-Präsident Trump die Führer arabischer Staaten mit Komplimenten. Rüstungsgeschäfte und wenig Worte über Menschenrechte kommen den Gesprächen zugute.

US-Präsident Donald Trump hat am zweiten Tag seines Besuchs in Saudi-Arabien Staatsführer der arabischen Welt getroffen. Die Begegnungen zeichneten sich durch großes Einverständnis und demonstrative Freundlichkeit aus.

So nahm Trump eine vom ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al Sisi erteilte Einladung für einen Besuch in Ägypten an. Dieser solle in Kürze erfolgen. Trump bezeichnete al Sisi als seinen "Freund". Über einen Dolmetscher sagte al Sisi, Trump habe "eine einzigartige Persönlichkeit", die es ihm erlaube, "das Unmögliche zu tun". Trump lächelte und sagte: "Ich stimme zu." Es war auch zu hören, wie Trump al Sisis Schuhe lobte.

Was schwierig war, war gestern

Das Treffen mit dem König des Golfstaats Bahrain, Hamad bin Isa al Chalifa, nannte Trump nach Angaben von mitreisenden Journalisten als "große Ehre". Es habe in der Vergangenheit einige kleine Belastungen bei den bilateralen Beziehungen gegeben, diese gehörten unter der neuen Administration der Vergangenheit an.

Trump spielte damit auf seinen Vorgänger Barack Obama an. Dessen Regierung hatte den Verkauf von 19 F-16 Kampfflugzeugen des Konzerns Lockheed an Bahrain wegen Menschenrechtsbedenken gestoppt. Diesen Beschluss hatte Trump aufgehoben.

Trump setzt Besuch in Saudi-Arabien fort
tagesschau 12:00 Uhr, 21.05.2017

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Auch Katar will kaufen

Um Waffengeschäfte ging es auch bei einem Gespräch mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al Thani. "Eine der Sachen, über die wir diskutieren werden, ist der Kauf von jeder Menge schöner militärischer Ausrüstung, weil das niemand macht wie die Vereinigten Staaten", sagte Trump zu Beginn des Gesprächs nach Angaben von mitreisenden Journalisten. Für die USA bedeute das "Jobs", für die Region "großartige Sicherheit".

Die USA und Saudi-Arabien hatten bereits am ersten Tag von Trumps Besuch in Riad ein Waffengeschäft in Höhe von rund 110 Milliarden Dollar (knapp 100 Milliarden Euro) abgeschlossen. Über einen Zeitraum von zehn Jahren soll Saudi-Arabien sogar Waffen im Wert von etwa 350 Milliarden Dollar aus den USA kaufen.

Viele Begegnungen an einem Tag

Am Mittag nahm Trump er an einem Treffen des Golfkooperationsrates teil. Später soll er auf einem US-islamischen Gipfel mit Dutzenden Staatschefs eine mit Spannung erwartete Grundsatzrede zum Islam halten.

Melania Trump beim Besuch einer amerikanischen Schule in Riad | Bildquelle: REUTERS
galerie

Und was machte Melania Trump? Sie besuchte eine amerikanische Schule in Riad.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 20. Mai 2017 um 23:20 Uhr

Darstellung: