Trump in Saudi-Arabien | Bildquelle: AP

Besuch in Saudi-Arabien Trump macht Milliardendeals in Riad

Stand: 20.05.2017 21:38 Uhr

Die USA und Saudi-Arabien haben am ersten Tag des Besuchs von US-Präsident Donald Trump in Riad Abkommen im Wert von insgesamt 340 Milliarden Euro unterzeichnet. Ein Großteil betrifft Waffengeschäfte, die unter Obamas Regierung noch eingeschränkt wurden.

Die USA und Saudi-Arabien haben während des Besuchs von US-Präsident Donald Trump ein Waffengeschäft in Höhe von rund 110 Milliarden Dollar (knapp 100 Milliarden Euro) abgeschlossen. Es sei der größte einzelne Rüstungsdeal in der US-Geschichte, teilte Regierungssprecher Sean Spicer im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Zusammen mit Abkommen in anderen Bereichen dürften während des ersten Besuchstags von Trump in Riad Verträge im Wert von insgesamt 350 Milliarden Dollar geschlossen worden sein, sagte Außenminister Rex Tillerson. Außenminister Adel al-Dschubeir sagte, Trumps Besuch markiere den Beginn einer Wende in den Beziehungen zwischen den USA und der arabischen Welt.

Trump auf Staatsbesuch in Saudi-Arabien
tagesthemen 23:20 Uhr, 20.05.2017, Jan Phillip Burgard, ARD Washington

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Vorgängerregierung verweigerte Waffendeals

Bereits vor der Ankunft Trumps in Riad hatten US-Medien von dem geplanten Waffendeal berichtet. Die "Washington Post" hatte unter Berufung auf unterrichtete Kreise gemeldet, bei dem Geschäft gehe es unter anderem um Schiffe für die Küstenwache, das Raketenabwehrsystem THAAD zur Verteidigung vor Kurz- und Mittelstreckenraketen, gepanzerte Fahrzeuge, Raketen und Sprengkörper. 

Zu dem Deal gehört nach Angaben der "New York Times" auch Präzisionsmunition, deren Ausfuhr Trumps Vorgänger, Ex-Präsident Barack Obama, verboten hatte - aus Sorge, Saudi-Arabien könne diese im Krieg im Nachbarland Jemen einsetzen.

Der Verkauf der Waffen ist offenbar nicht an Bedingungen wie der Verbesserung der Menschenrechtslage in Saudi-Arabien oder einem Ende der verheerenden Luftangriffe einer saudisch geführten Koalition im Jemen gebunden.

"Signal an den Iran"

US-Außenminister Tillerson mit dem saudischen Kronprinz Mohammad bin Salman al-Saud | Bildquelle: AFP
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Freude über gute Geschäfte: US-Außenminister Tillerson und der saudische Kronprinz Mohammad bin Salman al-Saud

US-Außenminister Rex Tillerson sieht das mit Saudi-Arabien abgeschlossene Waffengeschäft vor allem als Nachricht an den saudischen Erzrivalen Iran. Es sende "eine starke Botschaft an unseren gemeinsamen Feind", sagte Tillerson bei einer Pressekonferenz mit seinem saudischen Kollegen Adel al-Dschubair in Riad.

Das Abkommen unterstütze die Sicherheit des Landes und der gesamten Region angesichts des "iranischen Einflusses und der Bedrohungen an Saudi-Arabiens Grenzen von allen Seiten", sagte Tillerson. Damit spielte er auf die Präsenz iranischer Kämpfer in Syrien und im Irak sowie die angebliche iranische Unterstützung der Huthi-Rebellen im Jemen an.

Weitere Milliardengeschäfte

Die hochrangige Wirtschaftsdelegation, die mit Trump reiste, schloss zudem eine Reihe von Verträgen in Höhe von Dutzenden Milliarden Dollar ab. Die Geschäfte wurden vor allem in den Bereichen Öl und Gas, Energie und dem IT-Sektor vereinbart.

Am Sonntag sollte der US-Präsident in dem Königreich eine mit Spannung erwartete Rede zum Islam halten. Seine insgesamt neuntägige Reise inmitten von Turbulenzen zu Hause führt den 70-Jährigen auch nach Israel sowie Rom, Brüssel und Sizilien.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. Mai 2017 um 20:00 Uhr.

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