US-Präsident Donald Trump | Bildquelle: AP

Russland-Affäre Eine "Wolke" über Trumps Präsidentschaft

Stand: 08.06.2017 16:54 Uhr

Die Russland-Affäre hängt wie "eine Wolke" über der Präsidentschaft von Donald Trump. So hatte er es offenbar selbst bezeichnete. Worum geht es eigentlich?

E-Mails von Hillary Clinton

Im Sommer 2016 tauchten öffentlich Tausende E-Mails der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton auf, die unter anderem brisante Details über das Innenleben der US-Demokraten offenbarten. Schnell kam der Verdacht auf: Die Computer der Clinton-Partei wurden im Auftrag Russlands gehackt. US-Geheimdienste kamen zu dem Schluss, dass Russland tatsächlich dahinterstecke. Sie halten es für möglich, dass der Kreml damit Donald Trump ins Weiße Haus verhelfen wollte.

Kontakt zu Russlands Botschafter Kisljak

Mehrere führende Trump-Leute hatten noch vor der Amtseinführung von Donald Trump - teilweise auch vor der Wahl - Kontakt zu Russlands Botschafter Sergej Kisljak. Dabei ging es um Schwiegersohn Jared Kushner, den nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn und Justizminister Jeff Sessions. Flynn ist inzwischen entlassen, Sessions hält sich aus dem Russland-Thema wegen möglicher Befangenheit heraus. Kushner ist weiter als Präsidentenberater im Weißen Haus tätig.

Kontakte zu russischen Regierungsstellen

Schon während des Wahlkampfes hatte es möglicherweise Kontakte von Trump-Leuten zu russischen Regierungsstellen gegeben. Für das FBI untersucht inzwischen dessen ehemaliger Chef und Comey-Vorgänger Robert Mueller die Angelegenheit.

FBI-Chef unter Druck gesetzt

Der von Trump später entlassene FBI-Chef James Comey hatte ebenfalls Untersuchungen eingeleitet. Präsident Trump forderte von Comey Loyalität. Darüber hinaus sollte Comey die Ermittlungen gegen Michael Flynn fallenlassen. Als Comey sich darauf nicht einließ, wurde er entlassen. Trump-Gegner sehen dies als mögliche Einflussnahme auf die Justiz. Dies nährte den Verdacht, dass Trump eigene oder politische Interessen in der Russland-Affäre hat.

Quelle: dpa

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 08. Juni 2017 um 17:00 Uhr.

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