Trump redet in Hanoi | Bildquelle: REUTERS

Russland-Affäre Trump stellt sich nun doch hinter Geheimdienste

Stand: 12.11.2017 14:37 Uhr

US-Präsident Trump hat in der Frage einer russischen Beeinflussung der Präsidentschaftswahl erneut die Position gewechselt. "Ich glaube an unsere Geheimdienste", sagte er - nur einen Tag nach seiner Aussage, er glaube Putin. Der wiederum bestreitet eine Einmischung Russlands in den Wahlkampf.

US-Präsident Donald Trump hat sich um ein Zurechtrücken seiner jüngsten Äußerungen in der Russland-Affäre bemüht. Er habe großes Vertrauen in die US-Geheimdienste und stehe voll hinter ihnen, sagte Trump bei seiner Asien-Reise in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi.

Trump glaubt Putin - und Geheimdiensten

Am Tag zuvor hatte er mit Bemerkungen Kritik in der Heimat ausgelöst, als er andeutete, er glaube Russlands Präsident Wladimir Putin, wenn dieser Vorwürfe der US-Geheimdienste einer Einmischung in den amerikanischen Wahlkampf bestreite.

Trump betonte nun, er sei überzeugt, dass Putin fest davon ausgehe, dass es keine russische Einmischung gegeben habe. "Was er glaubt, ist, was er glaubt", sagte Trump. Er wolle aber nicht mit Putin darüber diskutieren, denn er wolle mit Russland wichtigere Probleme lösen wie den Atomstreit mit Nordkorea und die Konflikte in Syrien und der Ukraine.

Trump und Putin schütteln sich die Hände. | Bildquelle: REUTERS
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US-Präsident Donald Trump und sein russischer Kollege Wladimir Putin sind auf dem APEC-Gipfel in Vietnam zusammengetroffen.

Russland-Affäre lässt Trump nicht los

Vier US-Geheimdienste gehen von einer Beeinflussung seitens Russlands aus. Die Russland-Affäre beschäftigt Trump seit seinem Amtsantritt. Aktuell überlagert sie auch die erste Asien-Reise des US-Präsidenten, weil Sonderermittler Robert Mueller kürzlich Trumps früheren Wahlkampfmanager Paul Manafort wegen Geldwäsche und Verschwörung angeklagt hat.

Hintergrund sind Kontakte zwischen Trump-Beratern und russischen Regierungsvertretern sowie Vorwürfe, Russland habe in den US-Wahlkampf zu Trumps Gunsten eingegriffen. So sollen Hacker E-Mails von Trumps Konkurrentin Hillary Clinton ausgespäht und veröffentlicht haben. Zudem soll im Auftrag Russlands Anti-Clinton-Propaganda in sozialen Netzen verbreitet worden sein.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. November 2017 um 10:00 Uhr.

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