Russlands Präsident Putin schüttelt US-Präsident Trump die Hand. | Bildquelle: AFP

Trump zu Putin-Treffen "Wir haben uns sehr gut verstanden"

Stand: 13.07.2017 04:50 Uhr

Beim G20-Gipfel begegneten sich US-Präsident Trump und Russlands Staatschef Putin zum ersten Mal. "Exzellent" sei das Treffen gewesen, schwärmte Trump nun in einem Interview. Doch er glaube, Putin hätte Hillary Clinton als Präsidentin bevorzugt.

US-Präsident Donald Trump hat sein erstes Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin als "exzellent" beschrieben. "Ich denke, wir haben uns sehr gut verstanden, und das ist keine schlechte Sache. Das ist eine gute Sache", sagte Trump in einem Gespräch mit dem christlichen US-Sender CBN. Trump und Putin hatten sich am vergangenen Freitag am Rande des G20-Gipfels in Hamburg zu ihrem ersten bilateralen Gespräch getroffen.

In dem am Mittwoch veröffentlichten Interviewauszug sagte Trump aber auch, er glaube, dass Putin es besser gefunden hätte, wenn seine Konkurrentin Hillary Clinton die Präsidentschaftswahl gewonnen hätte. "Wenn Hillary gewonnen hätte, wäre unser Militär dezimiert worden. Unsere Energie wäre viel teurer geworden. Das ist etwas, was Putin an mir nicht mag", sagte Trump.

Trump: Tue das "genaue Gegenteil"

Deshalb ergebe es keinen Sinn, dass es heiße, Putin habe ihn als Kandidaten favorisiert. Er selbst tue in vielen Bereichen das "genaue Gegenteil" von dem, was der russische Präsident wolle. Trump bezog sich dabei auf Vorwürfe, der Kreml habe ihm zum Sieg verhelfen wollen.

Es sei wichtig, dass seine Regierung sich mit dem Kreml austausche, so Trump weiter. Er verwies auf die Waffenruhe im Südwesten Syriens, die die USA mit Russland vereinbart habe. Diese halte nun bereits seit vier Tagen, wohingegen vorherige Waffenstillstände immer gebrochen worden seien. Dazu sagte Trump: "Das liegt daran, dass Präsident Putin und Präsident Trump diesen Deal gemacht haben."

Affäre um Russland-Verbindungen brodelt weiter

Unterdessen brodelt es in Washington weiter mit Blick auf die mutmaßliche Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf im vergangenen Jahr. Der Vorsitzende des Senats-Justizausschusses, Chuck Grassley, sagte, der Ausschuss wolle mit Trumps ehemaligen Wahlkampfleiter, Paul Manafort, sprechen. Dieser habe an einem Treffen mit Donald Trump Jr., dem ältesten Sohn des Präsidenten, und einer russischen Anwältin teilgenommen. Es gäbe deshalb mehrere Fragen an Manafort, so Grassley. Wenn es nötig sei, werde der Ausschuss Manafort vorladen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 7. Juli 2017 um 22:10 Uhr.

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