US-Präsident Donald Trump (li.) steht zusammen mit Vizepräsident Mike Pence im Garten des Weißen Hauses. | Bildquelle: REUTERS

Verhältnis zu Nordkorea Trump würde sich mit Kim treffen

Stand: 01.05.2017 20:56 Uhr

US-Präsident Trump hat seine Bereitschaft zu einem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim erklärt - "unter den richtigen Umständen". Wenig später stellte das Weiße Haus klar, dass diese Umstände derzeit nicht erfüllt seien. Es gebe Bedingungen.

US-Präsident Donald Trump würde sich unter gewissen Umständen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un treffen. "Wenn es angebracht wäre, mich mit ihm zu treffen, würde ich das absolut tun, ich würde mich geehrt fühlen, es zu tun", sagte er in einem Interview der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un | Bildquelle: REUTERS
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Die Bedingungen für ein persönliches Treffen mit Kim seien derzeit nicht erfüllt, stellte das Weiße Haus klar.

"Die meisten Politiker würden das niemals sagen", erklärte Trump. "Aber ich sage Ihnen, unter den richtigen Umständen würde ich mich mit ihm treffen." Trump hatte schon während seines Wahlkampfes gesagt, dass er dazu bereit sei.

Wenige Stunden nach dem Interview präzisierte das Weiße Haus die Aussagen. Es stellte klar, dass die Bedingungen für ein persönliches Treffen nicht erfüllt seien. Zuvor müsse Nordkorea zum Beispiel sein "provokatives Verhalten" beenden, machte Sprecher Sean Spicer deutlich. Deshalb werde es keinesfalls bald ein Treffen geben.

"Nicht glücklich" über Atomwaffentest

Zuletzt hatten sowohl die USA als auch Nordkorea vor allem militärische Signale gesendet. Trump deutete mehrfach militärische Alleingänge an, unter anderem wurden Kriegsschiffe in die Region entsandt.

Das abgeschottete asiatische Land startete mehrfach Raketen unterschiedlicher Reichweite. Außerdem drohte das Regime in Pjöngjang mit einem neuen Atomwaffentest.

"Ich wäre nicht glücklich, sollte er einen Atomtest unternehmen", betonte Trump in einem CBS-Interview mit Blick auf Kim. Die US-Regierung setzt derzeit verstärkt auf China und will, dass Peking den Druck auf Nordkorea erhöht.

Banken und Benzin

Auch innenpolitisch äußerte sich Trump: Demnach erwägt er die Umstrukturierung großer Banken. Er blicke auf Zeiten zurück, in denen es noch das "alte System" gegeben habe, sagte er Bloomberg. Damals seien das Verbraucherkreditgeschäft und das Investmentbanking voneinander getrennt gewesen. Details nannte Trump aber noch nicht.

Außerdem deutete er eine Finanzierungsidee für die Kosten seiner geplanten Infrastrukturmodernisierung sein. Er erwäge, die Benzin- und Dieselsteuer zu erhöhen. Diese wurden seit 1993 nicht mehr verändert.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 02. Mai 2017 um 06:01 Uhr

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