Donald Trump auf dem NRA-Kongress in Dallas | Bildquelle: AP

Rede auf NRA-Kongress Trump umgarnt die Waffenlobby

Stand: 05.05.2018 05:59 Uhr

Als natürlicher Verbündeter hat sich US-Präsident Trump beim NRA-Kongress präsentiert - dabei spielen auch bewaffnete Lehrer eine Rolle. NRA-Chef LaPierre gab eine klare Wahlempfehlung ab.

Von Marc Hoffmann, ARD-Studio Washington

Sein Auftritt sollte keinen Zweifel lassen. US-Präsident Donald Trump steht im Streit um ein schärferes Waffenrecht weiter an der Seite der mächtigen Lobbyorganisation NRA. In Dallas sagte er: "Ihr habt eine Regierung, die für den zweiten Zusatzartikel der Verfassung kämpft und diesen schützt." Es seien die Demokraten, die Schusswaffen verbieten wollten, behauptet Trump.

Im Februar hatte Trump noch anders geklungen. Nach dem Schulmassaker in Parkland in Florida mit 17 Toten hatte er angekündigt, mit der Waffenlobby härter ins Gericht gehen zu wollen. Doch von seiner Forderung nach strengeren Regeln beim Waffenverkauf ist nun beim Jahrestreffen der Waffenlobby keine Rede mehr.

Trump: Lehrer bewaffnen

Trump wirbt für seine "aggressive Strategie für mehr Sicherheit". Sie ist ganz nach dem Geschmack der Waffenenthusiasten, vor denen er spricht. Rechtstreue Lehrer sollten Waffen tragen dürfen. Nicht weniger, sondern mehr Waffen an Schulen sorgten für Sicherheit, wiederholt Trump die NRA-Rhetorik eins-zu-eins.

Noch bis Sonntag hält die National Rifle Association (NRA) ihr Jahrestreffen ab. Bis zu 80.000 Besucher werden im texanischen Dallas erwartet - hinzu kommen die Gegner der NRA.

NRA-Mitglieder im Kongresszentrum in Dallas | Bildquelle: AFP
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Bis zu 80.000 NRA-Mitglieder kommen dieses Wochenende nach Dallas - wen werden sie im November wählen?

Einzelne Proteste in Dallas

Der Fernsehsender CBS berichtet über einzelne Proteste draußen vor dem Veranstaltungszentrum. Junge Menschen halten Schilder hoch, auf denen unter anderem "Stoppt die Waffengewalt" zu lesen ist. Die Schülerin Azhalia Leal fordert, nicht nur zu demonstrieren, sondern sich auch politisch einzumischen.

Im November wird der Kongress neu gewählt. Die Republikaner fürchten, ihre Mehrheit an die Demokraten zu verlieren. Trumps Auftritt vor den Waffenanhängern war deshalb vor allem auch eine Wahlkampfrede. "Wir können uns nicht zufrieden zurücklehnen. Wir müssen die Zwischenwahlen gewinnen!" Und zwar mit der Hilfe der Waffenlobby.

Trump unterstützt US-Waffenlobby
tagesschau 20:00 Uhr, 05.05.2018, Verena Bünten, ARD Washington

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Millionen von der Waffenlobby

Schon im Wahlkampf 2016 konnte sich Trump auf die NRA verlassen. Rund 30 Millionen US-Dollar spendete die Organisation ihm damals offiziell.

Die Allianz halte, meint der junge Aktivist David Hogg im Fernsehsender CNN. "Was Trump tut, zeigt, dass sein Herz und seine Brieftasche an derselben Stelle sind."

Wahlaufruf des NRA-Chefs

Nach dem Schulmassaker von Parkland hatte der Schüler Hogg vor zwei Monaten den "Marsch für unsere Leben" organisiert. Hunderttausende Menschen kamen dazu in die US-Hauptstadt.

Die Schüler wollen die Wahlen im Herbst zur Abstimmung übers aktuelle Waffenrecht machen. NRA-Geschäftsführer Wayne LaPierre fühlt sich herausgefordert und giftet, es komme im November auf den "Marsch an die Wahlurnen" an. Es gehe darum "gute, ehrliche und wahre Unterstützer des zweiten Zusatzartikels" überall im Land zu wählen. Dies sei der "Marsch für unsere Freiheit", so LaPierre.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 05. Mai 2018 um 06:00 Uhr.

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