US-Präsident Donald Trump am Telefon im Weißen Haus | Bildquelle: AP

Gespräch mit Kim Trump würde zum Hörer greifen

Stand: 07.01.2018 07:14 Uhr

Ein direktes Gespräch mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim? "Natürlich würde ich das tun", sagte US-Präsident Trump - natürlich nur unter Vorbedingungen, die er für sich behielt. Doch der neue Zungenschlag klingt beruhigend nach den jüngsten Tiraden.

US-Präsident Donald Trump kann sich ein direktes Gespräch mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un vorstellen: "Ich glaube immer an Gespräche", sagte Trump bei einer Pressekonferenz in Camp David auf die Frage, ob er ein Telefonat mit Kim führen würde. "Natürlich würde ich das tun, ich habe überhaupt kein Problem damit", sagte er. Gleichzeitig unterstrich er, dies bedeute nicht, dass er ohne Vorbedingungen ein solches Gespräch führen würde. Wie die genau aussehen könnten, sagte Trump nicht.

Gegenseitige Beleidigungen

Trumps Äußerung weicht von seiner oft kriegerischen Rhetorik gegenüber Nordkorea und insbesondere Kim ab. Trump und Kim hatten sich in den vergangenen Monaten mehrfach gegenseitig beleidigt, was vor dem Hintergrund der nordkoreanischen Raketen- und Atomwaffentests international die Sorge vor einem Atomkrieg auslöste. Unter anderem hatte Trump Kim als "kleinen Raketenmann" bezeichnet und diesem mit der Größe und Mächtigkeit seines eigenen Atomwaffenknopfs gedroht.

Trump hatte in Camp David auch gesagt, er hoffe, dass der Dialog zwischen Nordkorea und Südkorea über die Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang hinaus andauern werde. "Jetzt reden sie über Olympia. Das ist ein Anfang, es ist ein großer Anfang." Das international isolierte Nordkorea wird nach Angaben seines Vertreters beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) "wahrscheinlich" an dem Sportereignis in Südkorea im Februar teilnehmen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 07. Januar 2018 um 08:30 Uhr.

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