US-Präsident Donald Trump und der südkoreanische Präsidenten Moon Jae In. | Bildquelle: REUTERS

Nordkorea-Konflikt Trump doch zu Verhandlungen bereit

Stand: 07.11.2017 11:58 Uhr

US-Präsident Trump ist bei einem Besuch in Südkorea von seiner harschen Rhetorik abgewichen und hat Nordkorea zu Verhandlungen über sein Raketen- und Atomprogramm aufgerufen. Zugleich drohte er, notfalls die "volle Bandbreite" militärischer Mittel einzusetzen.

Im Atomkonflikt mit Nordkorea hat US-Präsident Donald Trump das Land zu Verhandlungen aufgefordert. "Es ergibt Sinn für Nordkorea, an den Verhandlungstisch zu kommen, um eine Vereinbarung zu treffen, die gut ist für die Menschen in Nordkorea und für die Menschen in der Welt", sagte er in Seoul bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In. Damit wich er erstmals von seiner bisher harschen Rhetorik gegenüber Nordkorea im Streit über dessen Atom- und Raketenprogramm ab.

Zugleich drohte Trump, notfalls die "volle Bandbreite" militärischer Mittel gegen das Land einzusetzen. "Nordkorea ist eine weltweite Bedrohung, die weltweites Handeln erfordert", sagte Trump, der nach einem Besuch in Japan zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Seoul eingetroffen war. Die USA und ihre Verbündeten machten hierbei "viele Fortschritte". China sei in dieser Frage "sehr hilfreich". "Wir hoffen, dass auch Russland hilfreich sein wird", sagte Trump.

Südkoreas Präsident Moon empfängt Trump
tagesschau 20:00 Uhr, 07.11.2017

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Moon: Südkorea und USA wollen friedliche Lösung

Nach Angaben des südkoreanischen Präsidenten Moon streben sein Land und die USA eine friedliche Lösung an. Man könne Nordkorea eine "bessere Zukunft" bieten, sagte Moon. Der US-Präsident und er seien zugleich einer Meinung, dass der Druck auf die Führung in Pjöngjang verstärkt werden müsse, "bis sie ihr Atomprogramm aufgibt". Der Nordkorea-Konflikt dominiert Trumps fast zweiwöchige Asienreise, die ihn am Mittwoch nach Peking führen wird.

Nordkorea hatte in den vergangenen Monaten mit wiederholten Raketen- und Atomwaffentests die Weltgemeinschaft und insbesondere die USA herausgefordert. Im September hatte Trump in einer Rede vor den Vereinten Nationen noch mit der "völligen Zerstörung" Nordkoreas gedroht und kurze Zeit später seinen Außenminister mit den Worten brüskiert, dieser verschwende seine Zeit bei dem Versuch, "mit dem kleinen Raketenmann zu verhandeln".

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 07. November 2017 um 12:00 Uhr.

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