Donald Trump | Bildquelle: AFP

Konflikt mit Nordkorea Trump erklärt USA für einsatzbereit

Stand: 11.08.2017 16:04 Uhr

Eine Drohung folgt auf die nächste im Konflikt zwischen Nordkorea und den USA: Trump machte über Twitter klar, dass er jederzeit loslegen könnte. Die militärischen Lösungen seien "nun komplett vorbereitet und einsatzbereit."

US-Präsident Donald Trump hat seine Drohungen gegen Nordkorea noch einmal verschärft. Die militärischen Lösungen seien "komplett vorbereitet und einsatzbereit" für den Fall, dass die Führung in Pjöngjang unklug handeln sollte, schrieb er auf Twitter. "Hoffentlich findet Kim Jong Un einen anderen Weg."

Donald J. Trump @realDonaldTrump
Military solutions are now fully in place,locked and loaded,should North Korea act unwisely. Hopefully Kim Jong Un will find another path!

Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte dazu, eine militärische Antwort halte sie im Konflikt mit Nordkorea für nicht geboten. "Ich sehe keine militärische Lösung", sagte sie in Berlin auf die Frage, ob Deutschland im Kriegsfall an der Seite der USA stehe. "Eine Eskalation der Sprache halte ich für die falsche Antwort", fügte die Kanzlerin hinzu. Sie forderte außerdem eine "sehr enge Kooperation der betroffenen Länder, insbesondere der USA und China", um den Konflikt zu beruhigen.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow rief Pjöngjang und Washington ebenfalls zu einem Einlenken auf. "Falls es zu einer Schlacht kommt, sollte derjenige, der stärker und schlauer ist, den ersten Schritt weg von der gefährlichen Linie machen", sagte er der Agentur Interfax zufolge. "Die Rhetorik in Washington und Pjöngjang beginnt leider auszuufern." Das Risiko einer militärischen Konfrontation sei dadurch sehr hoch. "Wir hoffen dennoch, dass der gesunde Menschenverstand siegen wird."

Krieg der Worte im Nordkorea-Konflikt
tagesthemen 23:15 Uhr, 11.08.2017, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Drohungen Trumps auch in den USA umstritten

Erst am Donnerstag hatte Trump nach seiner umstrittenen Feuer- und Zorn-Drohung gegen Nordkorea nachgelegt: "Vielleicht war das Statement nicht hart genug", sagte er. Sollte Kim Jong Un einen Angriff auf Guam unternehmen, würde die Reaktion ein ungekanntes Ausmaß haben, so der US-Präsident. "Unsere Bürger sind in Sicherheit und unsere Verbündeten auch. Aber Nordkorea sollte sich am Riemen reißen oder sie werden in Schwierigkeiten sein wie kaum ein anderes Land vor ihnen." Das US-Atomwaffenarsenal sei in einer "Tip-Top-Verfassung", hatte Trump betont.

Im Nordkorea-Konflikt schaukelt sich die Rhetorik auf beiden Seiten seit Tagen hoch. Pjöngjang hatte angekündigt, dass bis Mitte August der Einsatzplan stehen soll, um vier Mittelstreckenraketen über Japan hinweg auf Guam abzufeuern. Die Raketen sollten demnach 30 bis 40 Kilometer vor der US-Pazifikinsel im Meer einschlagen. Trump hatte dagegen gedroht, militärische Provokationen aus Pjöngjang mit "Feuer und Zorn" beantworten zu wollen.

Auch in den USA sind Trumps Drohungen umstritten. Der republikanische Senator John McCain etwa kritisierte den US-Präsidenten deutlich für seine Feuer- und Zorn-Äußerungen. Andere Politiker wie der republikanische Senator Lindsey Graham stellen sich hinter den Präsidenten: "Wenn wir es müssen, werden wir in den Krieg ziehen - und das will ich ganz und gar nicht", sagte er. "Aber wenn es sein muss, gehen wir in den Krieg."

Mit Informationen von Martina Buttler, ARD-Studio Washington

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. August 2017 um 15:00 Uhr.

Ihre Meinung - meta.tagesschau.de

Darstellung: