Raketen über der syrischen Hauptstadt Damaskus | Bildquelle: AP

Nach mutmaßlichem Giftgasangriff Gemeinsame Luftangriffe auf Syrien

Stand: 14.04.2018 09:31 Uhr

Die USA, Frankreich und Großbritannien haben in der Nacht Syrien angegriffen. Laut US-Verteidigungsministerium war die Aktion auf drei Ziele begrenzt, die mit dem Chemiewaffenprogramm in Verbindung stünden.

Nach dem mutmaßlichen Giftgaseinsatz in Syrien haben die USA ihre Drohungen wahr gemacht und gemeinsam mit Großbritannien und Frankreich Angriffe gegen das Land ausgeführt. Diese seien eine Vergeltung für den Einsatz chemischer Waffen durch die syrische Regierung unter Baschar al-Assad gegen das eigene Volk, erklärte US-Präsident Donald Trump. "Dies sind nicht die Taten eines Menschen", sagte Trump. "Es sind die Verbrechen eines Monsters."

Trump erklärte, die "Präzisionsschläge" hätten Zielen gegolten, die mit dem Chemiewaffenprogramm der Assad-Regierung in Verbindung stünden. "Wir sind darauf vorbereitet, diese Antwort fortzusetzen, bis die syrische Regierung ihren Einsatz verbotener chemischer Waffen beendet", so der US-Präsident.

USA und Verbündete greifen Ziele in Syrien an
tagesschau 12:00 Uhr, 14.04.2018, Andreas Hilmer, NDR

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Trump kritisiert Russland

Trump kritisierte gleichzeitig den Iran und Russland. Beide Länder seien "am meisten für die Unterstützung, Ausrüstung und Finanzierung des kriminellen Assad-Regimes" verantwortlich. "Was für eine Nation will mit dem Massenmord an unschuldigen Männern, Frauen und Kindern in Verbindung gebracht werden?", so Trump.

In Washington wies Trump darauf hin, dass Assads Verbündeter, der russische Präsident Wladimir Putin 2013 in einem internationalen Abkommen versichert habe, Assad zur Beseitigung all seiner Chemiewaffen bewegen zu wollen. Trump rief Moskau zu einem Kurswechsel auf. Russland solle sich westlichen Bemühungen um eine verantwortungsvollere Regierung in Damaskus anschließen, sagte der US-Präsident.

Laute Explosionen in Damaskus

Unmittelbar nach dem Start der Militäroperation gab es rund um die syrische Hauptstadt Damaskus laute Explosionen. Das syrische Fernsehen meldete, bei den Angriffen sei ein Forschungszentrum getroffen worden. Darüber hinaus hätten die USA, Frankreich und Großbritannien die Basis der Republikanischen Garde angegriffen, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Nahe Homs hat es nach Angaben staatlicher syrischer Medien drei Verletzte gegeben. Demnach wurde bei der Attacke mit "einer Reihe von Geschossen" auf das Forschungszentrum ebenfalls niemand getötet. Das Gebäude sei allerdings zerstört worden.

Stefan Niemann, ARD Washington, zum Angriff auf Syrien
tagesschau24 09:00 Uhr, 14.04.2018

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Russische Basen keine Ziele

Die Angriffe haben nach Angaben aus Moskau keine Ziele in der Nähe der russischen Stützpunkte getroffen. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, es seien keine Raketen der USA und ihrer Verbündeten in den "Verantwortungsbereich" der russischen Luftabwehr an den Stützpunkten Tartus und Hmeimim eingedrungen. Die russischen Streitkräfte unterhalten in Tartus einen Marinestützpunkt und in Hmeimim einen Stützpunkt für die Luftwaffe.

Syrische Armee war vorbereitet

Die syrische Armee war bereits seit Tagen in voller Alarmbereitschaft und hatte vor einigen Tagen Stützpunkte geräumt. So sollten bei Angriffen Verluste minimiert werden.

Die Armee schätzt, dass mehr als 110 Raketen auf die drei Ziele abgefeuert wurden. Die Luftabwehr habe die meisten davon vom Himmel geholt, teilte ein Sprecher im staatlichen Fernsehen mit. Die Angriffe würden das syrische Militär nicht davon abhalten, "bewaffnete Terroristen" in Syrien auszulöschen.

"Verstoß gegen internationales Recht"

Syrien kritisierte den Angriff der drei westlichen Staaten als Verstoß gegen internationales Recht. "Einmal mehr bestätigen die USA und die Achse zur Unterstützung des Terrors, dass sie gegen internationales Recht verstoßen, über das sie bei den Vereinten Nationen prahlerisch reden", meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana. Die internationale Gemeinschaft müsse die Aggression verurteilen.

Begonnen hatte die Eskalation mit dem mutmaßlichen Giftgasangriff auf die Stadt Duma in der Region Ost-Ghouta am 7. April. Dabei sollen mindestens 42 Menschen getötet worden sein. Mehr als 500 Menschen wurden demnach in Krankenhäusern behandelt.

Nicht der erste US-Angriff

Es ist nicht das erste Mal, dass die USA unter der Führung Trumps die Assad-Regierung direkt angegriffen haben. Vor einem Jahr wurde die syrische Luftwaffenbasis Schairat beschossen - als Reaktion auf den Giftgasangriff mit Dutzenden Toten auf die Stadt Chan Scheichun, für den UN-Experten die Regierung von Assad verantwortlich machten.

"Brennpunkt" zu Syrien

Zur Situation in Syrien sendet das Erste heute um 20.15 Uhr einen "Brennpunkt"

Angriffe auf Ziele bei Damaskus und Homs - drei verletzte Zivilisten
Jürgen Stryjak, ARD Kairo
14.04.2018 08:16 Uhr

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"Brennpunkt" zu Syrien

Zur Situation in Syrien sendet das Erste heute um 20.15 Uhr einen "Brennpunkt"

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. April 2018 um 05:01 Uhr.

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