Ein US-Grenzpolizist läuft am Zaun zwischen den USA und Mexiko. | Bildquelle: dpa

US-Regierung Erste Aufträge für Grenzmauer zu Mexiko

Stand: 01.09.2017 09:10 Uhr

Der Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko war eines der zentralen Wahlkampfversprechen von US-Präsident Trump. Die Finanzierung des Projekts ist zwar weiterhin unklar - trotzdem vergibt die US-Regierung bereits Aufträge: Vier Firmen sollen nun jeweils einen Prototypen bauen.

Trotz der noch ungeklärten Finanzierung treibt die US-Regierung das Vorhaben einer Mauer an der Grenze zu Mexiko voran. Vier US-Firmen wurden beauftragt, Prototypen zu entwerfen, teilte die amerikanische Behörde für Grenzsicherheit CBP mit.

Es handele sich um Caddell Construction aus Alabama, Fisher Sand & Gravel aus Arizona, Texas Sterling aus Houston sowie Yates & Sons Construction aus Mississippi. Die Aufträge hätten ein Volumen von 400.000 bis 500.000 Dollar. Die Prototypen werden der Behörde zufolge neun Meter hoch sein und dann im südkalifornischen San Diego getestet. Sie sollen demnach mit "Anti-Kletter-Vorrichtungen" versehen sein, damit unerwünschte Einwanderer sie nicht heimlich überwinden können.

Mauer ohne Beton?

Die ausgewählten Firmen hatten an einer im März gestarteten Ausschreibung teilgenommen und haben allesamt ihren Sitz in den USA. In einer gesonderten Ausschreibung hatte die US-Regierung dazu aufgerufen, Prototypen aus anderen Materialien als Beton anzubieten. Das Ergebnis dieser Ausschreibung soll kommende Woche vorgestellt werden.

Der Mauerbau war eines der am umstrittensten Wahlversprechen Trumps. Er will damit die illegale Einwanderung und den Drogenschmuggel einschränken. Unklar ist jedoch die Finanzierung des auf 20 Milliarden Dollar geschätzten Projekts. Trump hat wiederholt behauptet, Mexiko werde für die Mauer zahlen, was die dortige Regierung aber vehement ablehnt.

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3144 Kilometer lang ist die Grenze zwischen Mexiko und den USA. Weite Teile sind bereits mit einem Grenzzaun, hier bei Nogales/Arizona, gesichert. "Borderproject2017" ist eine Initiative der Nachrichtenagentur AFP. Die Fotografen Jim Watson, Guillermo Arias und Yuri Cortez reisten auf beiden Seiten des Zauns vom Pazifik bis nach Texas. (Foto: Jim Watson) | Bildquelle: AFP

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 01. September 2017 um 06:41 Uhr in der Wirtschaft.

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