Risse ziehen sich über den trocken liegenden Grund eines Wasserreservoirs in Camanche in Kalifaornien (USA). | Bildquelle: dpa

Nach US-Rückzug aus Klimaabkommen Weltweit Entsetzen - mit einer Ausnahme

Stand: 02.06.2017 17:41 Uhr

Wissenschaftler sind über Trumps Entscheidung entsetzt. Deutschland muss einer Studie zufolge im Autoverkehr massiv umsteuern, um die Klimaziele noch einzuhalten. Auch aus der internationalen Politik kommt nur vernichtende Kritik an Trump - mit einer Ausnahme.

Einen Tag nach dem angekündigten Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen herrscht weltweit weiter Kopfschütteln über die Entscheidung von Präsident Donald Trump - sowohl in der Politik als auch in der Wissenschaft.

Nach Einschätzung der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) könnte der Austritt der USA einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um bis zu 0,3 Grad Celsius zur Folge haben. Dies sei das schlimmste Szenario, von dem er ausgehe, sagte WMO-Forscher Deon Terblanche.

Allerdings sei es noch viel zu früh, die Folgen des US-Rückzugs genau einzuschätzen. Terblanche zufolge dürfte es mehrere Jahre dauern, bis die Welt die Auswirkungen der Entscheidung Trumps "richtig versteht".

US-Klimapolitik: Was ist dran an Trumps Vorwürfen?
tagesthemen 21:45 Uhr, 02.06.2017, Janita Otten, NDR

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Nationale US-Bestimmungen gravierender?

Jakob Wachsmuth vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ergänzt, weit mehr Einfluss als der Abschied von Paris habe das bereits begonnene Zurückdrehen nationaler Klimabestimmungen in den USA. So müssen etwa Bundesbehörden bei Entscheidungen nicht mehr die Klima-Auswirkungen bedenken.

Die Bundesstaaten Kalifornien, New York und Washington wollen Trump allerdings trotzen und die Richtlinien von Paris respektieren. Viele Bürgermeister wollen ihrem Beispiel folgen.

Hierzulande ist laut einem Bericht des "Spiegels" unter Berufung auf das Umweltbundesamts (UBA) ein massives Umsteuern vor allem im Autoverkehr notwendig, wenn Deutschland seine selbst gesteckten Ziele im Rahmen des Pariser Abkommens einhalten will.

In einer neuen Studie kommen UBA-Experten laut dem Bericht zu dem Schluss, dass etwa eine echte Maut und eine Mindestquote für Elektroautos dafür eingeführt werden müssten. In dem Gutachten wird laut dem Bericht für Autofahrer eine von den gefahrenen Kilometern abhängige Gebühr angeregt. Diese müsste demnach etwa für Benzin-Fahrzeuge auf der Autobahn bei 6,5 Cent pro Kilometer liegen. Eine Fahrt von Berlin nach Köln würde dann rund 37 Euro zusätzlich kosten.

Massive Kritik an Trumps Klimapolitik
tagesschau 20:00 Uhr, 02.06.2017, Matthias Deiß, ARD Berlin

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"Reihen der G20 schließen"

Auf internationaler Ebene will die Bundesregierung den Kampf gegen den Klimawandel verstärken. "Es wird wichtig sein, die Reihen der übrigen G20 zu schließen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Die klimapolitische Diskussion auf dem G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg sei nun "wichtiger denn je", auch wenn es wegen der US-Haltung "keine vollkommene Einmütigkeit" geben werde.

Der russische Präsident Wladimir Putin rief zu einem Kompromiss in der Klimapolitik auf. Das Pariser Klimaschutzabkommen, das Trump kündigen will, sei wichtig, sagte Putin in St. Petersburg. Es biete aber jedem Unterzeichnerstaat einen breiten Handlungsspielraum. Trumps Versprechen, über neue Bedingungen für die USA verhandeln zu wollen, lasse Raum für die Hoffnung, bis 2021 einen Kompromiss zu erreichen, wenn das Pariser Abkommen wirksam werde.

Anders als viele führende internationale Politiker vermied Putin Kritik an Trumps Vorgehen. Für den weltweiten Klimaschutz sei das Mitwirken der USA unverzichtbar, sagte er.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. Juni 2017 um 16:00 Uhr.

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