Demonstration vor dem Weißen Haus | Bildquelle: AP

Kritik an US-Entscheidung "Trauriger Tag für die Weltgemeinschaft"

Stand: 02.06.2017 14:23 Uhr

Mit dem angekündigten Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen hat sich US-Präsident Trump international isoliert. Die Reaktionen auf die Entscheidung fielen verheerend aus. Neuverhandlungen stehen nicht zur Debatte.

Die USA steigen aus dem Pariser Klimaabkommen aus und die Kritik von Politikern im In- und Ausland überschlägt sich geradezu.

China bezeichnete die Entscheidung als "globalen Rückschlag". Die Regierungen Deutschlands, Frankreichs und Italiens erteilten der von Trump geforderten Neuverhandlung des Klimapakts eine deutliche Absage. Sie seien der festen Überzeugung, dass das Übereinkommen nicht neu verhandelt werden könne, teilten sie in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kritisierte Trump scharf: In einer Fernsehansprache sagte er am Donnerstag: "Heute Abend haben die Vereinigten Staaten der Welt den Rücken zugekehrt." Er rief "alle Wissenschaftler, Ingenieure, Unternehmer, verantwortungsvollen Bürger, die von der Entscheidung des US-Präsidenten enttäuscht wurden" dazu auf, nach Frankreich zu kommen und sich im Kampf gegen den Klimawandel zu engagieren.

In Anlehnung an Trumps Wahlspruch "Make America great again", schloss Macron mit den Worten: "Wir werden Erfolg haben, weil wir vollkommen engagiert sind; weil wir egal, wo wir leben und egal, wer wir sind, eine gemeinsame Verantwortung teilen: unseren Planeten wieder großartig zu machen."

Massive Kritik an Trumps Klimapolitik
tagesschau 16:00 Uhr, 02.06.2017, Karin Dohr, ARD Berlin

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Die Siegessäule wird grün angestrahlt | Bildquelle: REUTERS
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Nicht nur das Rathaus in Paris, auch die Siegessäule in Mexiko-Stadt wurde als Zeichen für den Klimaschutz grün angestrahlt.

One World Trade Center mit grüner Spitze | Bildquelle: AFP
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In New York veranlasste Gouverneur Cuomo, dass sich das One World Trade Center in grün präsentiert.

Merkel will weiter kämpfen

Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete den angekündigten Rückzug als sehr bedauerlich. "Und damit drücke ich mich noch sehr zurückhaltend aus", sagte sie in Berlin. Das Abkommen sei nötig, "um unsere Schöpfung zu bewahren". Deutschland werde seine Verpflichtungen einhalten - insbesondere die Finanzzusagen an die vom Klimawandel besonders betroffenen Länder. Merkel zeigte sich kämpferisch: "Allen, denen die Zukunft unseres Planeten wichtig ist, sage ich: Lassen Sie uns gemeinsam den Weg weitergehen, damit wir erfolgreich sind für unsere Mutter Erde". Das Pariser Abkommen werde gebraucht, um die Schöpfung zu bewahren. "Nichts kann und wird uns dabei aufhalten."

Der Klimapakt von Paris sieht vor, die gefährliche Erderwärmung in einem weltweiten Kraftakt in den nächsten Jahrzehnten zu bremsen - und damit auch dramatische Folgen wie Dürren und einen Anstieg der Weltmeere. Das Abkommen gilt als historisch, weil sich erstmals fast alle Länder beteiligen.

Es wird befürchtet, dass Trumps Alleingang eine Kettenreaktion auslöst und sich auch andere der 195 Unterzeichnerstaaten vom Klimaschutz verabschieden. Trump hatte den Ausstieg seines Landes aus dem Abkommen bereits während seines Wahlkampfs zum Thema gemacht. Seine harte Linie unter der Devise "Amerika zuerst" setzt er mit dem Beschluss fort.

Peter Altmaier, CDU, zum US-Klimaausstieg
Morgenmagazin, 02.06.2017

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"Große Enttäuschung"

UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete Trumps Ankündigung als "große Enttäuschung". Der für Klimafragen zuständige EU-Kommissar Miguel Arias Cañete sprach von einem "traurigen Tag für die Weltgemeinschaft".

Trump verband den Rückzug mit scharfen Attacken auf andere Staaten. "Das Pariser Abkommen ist auf höchster Ebene ungerecht für die USA", sagte er. Die Vereinbarung bedeute eine massive Umverteilung des Vermögens der Vereinigten Staaten an andere Länder. Der wegen der Russland-Affäre schwer angeschlagene Präsident verspricht sich von seiner Ankündigung auch innenpolitischen Rückenwind. Man müsse den amerikanischen Arbeiter wieder in den Mittelpunkt stellen.

"Ich wurde gewählt, um Pittsburgh zu repräsentieren, nicht Paris", sagte Trump. Der Bürgermeister der Stadt, Bill Peduto, reagierte allerdings ziemlich verärgert über diese Aussage. Die Sympathien seiner Stadt würden in dieser Hinsicht eher Paris als dem US-Präsidenten gelten, so Peduto.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. Juni 2017 um 12:00 Uhr.

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