Alexander Acosta | Bildquelle: AP

US-Senat bestätigt Acosta Trumps letzter noch fehlender Minister

Stand: 28.04.2017 03:43 Uhr

US-Präsident Trump hatte mehrfach Probleme, seine Wunschkandidaten für Kabinettsposten durchzusetzen. Zuletzt fehlte ihm noch ein Arbeitsminister. Nun ist auch dieser Posten besetzt - mit dem einzigen Latino in Trumps Regierungsmannschaft.

Mehr als drei Monate nach seiner Amtseinführung hat US-Präsident Donald Trump alle Ministerposten in seinem Kabinett besetzt. Der Senat billigte mit 60 zu 38 Stimmen die Ernennung des Juristen Alexander Acosta zum neuen Arbeitsminister. Auch einige der oppositionellen Demokraten stimmten für ihn. Nun steht nur noch die Bestätigung des Handelsbeauftragten Robert Lighthizer aus, um die Regierung zu komplettieren.

Unter dem früheren Präsidenten George W. Bush war Acosta im Justizministerium tätig, wo er für Bürgerrechtsangelegenheiten zuständig war. Zudem war der Absolvent der Elite-Schmiede Harvard und Dekan der Rechtsfakultät an der Florida International University in Miami fast zehn Jahre lang Bundesanwalt in seinem Heimatstaat Florida.

Kritik, weil kein Latino im Kabinett

Acosta - Sohn kubanischer Einwanderer - ist das erste Mitglied in Trumps Kabinett mit hispanischen Wurzeln. Vor der Nominierung Acostas war Trump dafür kritisiert worden, keinen Latino für sein Kabinett ernannt zu haben. Der Anteil der Hispanics an der US-Bevölkerung liegt bei mehr als 17 Prozent. Sie sind die größte Minderheit des Landes.

Trump hatte mehrfach Probleme, seine Wunschkandidaten für Regierungsämter durchzusetzen. Sein ursprünglicher Kandidat für das Arbeitsministerium, Andrew Puzder, war wegen der illegalen Beschäftigung einer Haushaltshilfe gescheitert.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 28. April 2017 um 04:00 Uhr

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