Präsident Trump und sein Sohn Donald Trump Jr. (Archivbild) | Bildquelle: REUTERS

Russland-Kontakte Trump nimmt seinen Sohn in Schutz

Stand: 12.07.2017 14:14 Uhr

US-Präsident Trump hat seinen ältesten Sohn in der Affäre um das Treffen mit einer russischen Anwältin verteidigt. Trump Jr. sei unschuldig. Erneut sprach der Staatschef von einer Hexenjagd. Führende US-Politiker sehen in dem Treffen jedoch ein kriminelles Verhalten.

US-Präsident Donald Trump sieht seinen Sohn Donald Trump Jr. einer Hexenjagd ausgesetzt. Erneut bemühte der Staatschef damit den Begriff, mit dem er seit Beginn der Russland-Affäre Vorwürfe zurückweist. "Das ist die größte Hexenjagd in der politischen Geschichte. Traurig!", schrieb Trump auf Twitter. Sein ältester Sohn sei unschuldig. Er habe sich bei der Aufklärung des Falles offen und transparent verhalten und einen "guten Job gemacht".

Trump Jr. hatte zugegeben, sich mit einer russischen Anwältin im Juni 2016 getroffen zu haben - also mehrere Monate vor der Präsidentenwahl in den USA. Damit kam erstmals ans Licht, dass dem Trump-Wahlkampfteam möglicherweise direkte Hilfe der russischen Regierung im Wahlkampf angeboten wurde. Dabei ging es möglicherweise um belastendes Material über die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton.

Trump Jr. verteidigt seine Russland-Kontakte
tagesschau 14:00 Uhr, 12.07.2017, Gabor Halasz, NDR

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"20 vergeudete Minuten"

Der Sohn des heutigen US-Präsidenten rechtfertigte sein Treffen mit der Anwältin. "Für mich war das eine Recherche über die Opposition", sagte Trump Jr. dem Fernsehsender Fox News. Seinem Vater habe er nicht von dem Kontakt erzählt. "Nein, es war nichts, es gab nichts zu berichten", sagte er.

Die Begegnung mit der Anwältin Natalia Weselnizkaja seien "im wahrsten Sinne des Wortes nur 20 vergeudete Minuten" gewesen, sagte der Präsidentensohn dem rechtskonservativen Sender. Dies sei "ein Jammer", fügte er hinzu. Er räumte zugleich allerdings ein: "Im Rückblick hätte ich die Dinge wahrscheinlich etwas anders gemacht."

Vizepräsident Pence geht auf Distanz

Derweil ließ Vizepräsident Mike Pence über seinen Anwalt eine Erklärung veröffentlichen, in der er sich von der Angelegenheit distanziert. Pence habe von dem Treffen von Trump Jr. mit der Anwältin nichts gewusst und sei damals noch nicht im Trump-Team gewesen.

Dies wurde in Washington als ein erstes Anzeichen für eine mögliche Absetzbewegung des Vizepräsidenten von Trump gewertet. Das Weiße Haus wies diese Vermutung zurück.

Anwältin Natalia Weselnizkaja | Bildquelle: AP
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Weselnizkaja sagte, sie sei zu dem Treffen mit Trump bestellt worden und sei nach Informationen über Clinton gefragt worden.

Kreml dementiert

Mutmaßlich soll an der Kontaktaufnahme zwischen Trump Jr. und der Anwältin Weselnizkaja ein in Moskau ansässiger Immobilienunternehmer und dessen Sohn beteiligt gewesen sein. Die russische Regierung dementierte nun jedoch eine solche Kontaktaufnahme. Der Kreml habe mit Aras und Emin Agalarow - den beiden Moskauer Unternehmern - nicht gesprochen. Auch zu Weselnizkaja gebe es keine Verbindungen. Das sagte der Sprecher von Präsident Wladimir Putin, Dmitri Peskow, in Moskau. Weselnizkaja ihrerseits bestritt, jemals für den Kreml gearbeitet zu haben.

Trump Jr. hatte zuvor eingeräumt, dass ihm vor dem Treffen "hilfreiche Informationen" versprochen worden seien.

Trump-Sohn verteidigt sich in Russland-Affäre, scharfe Kritik in Washington
M. Buttler, ARD Washington
12.07.2017 06:15 Uhr

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Über dieses Thema berichteten am 12. Juli 2017 die tagesschau um 05:30 Uhr und das ARD-Morgenmagazin um 05:38 Uhr.

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