Trump bei einer Rede in Tel Aviv | Bildquelle: AP

Trump in Israel Lob aus der Heimat - und neue Probleme

Stand: 23.05.2017 07:39 Uhr

In den USA wird die erste Auslandsreise von Präsident Trump positiv aufgenommen. Vor allem Trumps zurückhaltender Ton wird begrüßt. Heute trifft er Palästinenserpräsident Abbas. Doch zu Hause warten auf Trump neue Probleme in einem alten Fall.

Die Szene kam gut an. Donald Trump an der Klagemauer, die er berührt, die Augen geschlossen, betend. Trump ist der erste Präsident im Amt, der die heilige Stätte besucht. Ein historischer Tag urteilen konservative US-Medien.

Ein Nahostdeal sei sehr schwierig, sagte Trump, "aber zum Schluss werden wir es hinbekommen." Ähnlich optimistisch äußerte sich auch der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Trump könne den Friedensprozess eventuell wieder in Gang bringen, sagte er.

US-Präsident Trump besucht Israel
tagesthemen 22:15 Uhr, 22.05.2017, Ina Ruck, ARD Washington

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Lob für zurückgenommenen Ton Trumps

Senator John McCain, Republikaner und ausgesprochener Trump-Kritiker, bezeichnete die Reise des Präsidenten als wichtigen Erfolg und meinte damit, dass die USA Israel Bündnistreue versprechen und gegenüber dem Iran eine unversöhnliche Haltung an den Tag legen.

Washington atmet durch, während der Präsident unterwegs ist, kommentierte der konservative Kolumnist Jonah Goldberg im Radiosender NPR. "Ich denke, jeder ist dank dieses Trips erleichtert", sagt er. "Aber es gibt keinen großen politischen Rückhalt, nicht viel politisches Kapital."

Neue Probleme

Während die erste Auslandsreise des 45. US-Präsidenten für gute Fotos sorgt und Journalisten wie Politiker in den USA den zurückgenommenen Ton Trumps begrüßen, bleiben in Washingtons auch während der Reise drängende Fragen offen: Trumps kurzzeitiger Nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn, der wegen nicht korrekter Aussagen über seine Russlandkontakte nach wenigen Wochen wieder entlassen worden war,  kündigte an, er werde einer Vorladung des Senats nicht Folge leisten. Flynn habe bei der Sicherheitsüberprüfung über seine Russlandbesuche gelogen, darüber gebe es Klarheit, sagte Senator Mark Warner am Abend.

Der demokratische Senator Chris Coons, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses fragt sich bei "allen Fehltritten der Trump-Regierung", warum General Flynn nicht nur der Zugang zum Weißen Haus gewährt wurde, sondern sogar zum "Situation room", in dem höchst geheime Themen besprochen werden.

Neue Berichte der "Washington Post" dürften auch nach Ende der Reise für Aufsehen sorgen. Demnach drängte Trump den Direktor des Nationalen Geheimdienstes Daniel Coats und NSA-Chef Michael Rogers, öffentlich zu bestreiten, es gebe Beweise für geheime Absprachen zwischen seiner Wahlkampagne und Russland im Wahljahr 2016.

Treffen mit Abbas: Was kann Trump verändern?

Doch vorerst blicken die US-Bürger nach Israel: Die Gespräche zwischen ihrem Präsidenten und der palästinensischen Führung um Mahmud Abbas werden mit Spannung verfolgt. Bei einem Treffen der beiden in Washington hatte Trump sich nicht ausdrücklich zur Zweistaatenlösung bekannt, die lange Zeit die Grundlage der US-Nahostpolitik bildete. Abbas hatte in Washington die Hoffnung auf einen "historischen Frieden" unter Trumps Mitwirkung geäußert. Die Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern liegen seit 2014 auf Eis.

Mit Informationen von Andreas Horchler, ARD-Studio Washington

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 22. Mai 2017 um 22:15 Uhr.

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