Donald Trump fasst an eine Mauer | Bildquelle: dpa

Trump in Israel Friedensbotschaften und Kritik

Stand: 22.05.2017 20:33 Uhr

Als erster amtierender US-Präsident hat Trump die Klagemauer in der Jerusalemer Altstadt besucht. Damit will er größtmögliche Nähe zu Israel zeigen - auch mit seiner erneuten Kritik am Iran. Eine Reaktion von dort folgte prompt.

Zu Beginn seines Israel-Besuchs hat sich US-Präsident Donald Trump als Friedensbotschafter präsentiert. Es bestehe die "seltene Gelegenheit, Sicherheit, Stabilität und Frieden" in die Region zu bringen, sagte er nach seiner Landung am Flughafen Ben Gurion nahe Tel Aviv mit Blick auf den Nahost-Friedensprozess. Trump hatte zuvor die Ansicht geäußert, mit seiner Hilfe könne eine Beilegung des Nahost-Konflikts gelingen.

US-Präsident Trump besucht Israel
tagesthemen 22:15 Uhr, 22.05.2017, Ina Ruck, ARD Washington

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Nach seiner Landung rief Trump die Konfliktparteien zu neuen Anstrengungen bei der Suche nach Frieden auf. "Aber das können wir nur erreichen, indem wir gemeinsam daran arbeiten. Es gibt keine andere Lösung." Zugleich beschwor Trump das "unzertrennbare Band" zwischen den USA und Israel.

"Wir müssen die Situation jetzt nutzen"

Auch im Gespräch mit Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu zeigte sich Trump überzeugt, dass es sehr gute Bedingungen für einen Frieden in Nahost gebe. "Wir müssen die Situation jetzt nutzen. Was jetzt passieren kann, hätte vorher nie geschehen können".

Er habe in den vergangenen Tagen viele Zeichen gesehen, die ihn zuversichtlich machten, dass im Mittleren Osten Frieden für alle Menschen und alle Religionen möglich sei, sagte Trump. Er habe in Riad bei arabischen Führern sehr viel guten Willen erlebt. Eine neue Ebene der Partnerschaft sei möglich. Für Israel sei andauernder, stabiler Friede das Ziel, sagte Trump.

Netanyahu dankte Trump ausdrücklich für dessen angekündigten Schwenk in der US-Politik gegenüber dem Iran. Er sagte, man könne den Iran gemeinsam zurückdrängen und ihn daran hindern, eine Atommacht zu werden.

Erster US-Präsident an der Klagemauer

Als erster amtierender US-Präsident besuchte Trump die Klagemauer in Jerusalem. Er erschien dort allein, ohne Begleitung führender israelischer Vertreter. Er legte seine Hand an die Mauer, die eine der heiligsten Stätten des Judentums ist. Anschließend verharrte er einen Moment und hinterließ dann einen Zettel in einem Zwischenraum zwischen den Steinen.

Im weiteren Verlauf der Reise sind auch Gespräche mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu geplant. Dann will Trump nach Bethlehem im Westjordanland weiterreisen und dort Gespräche mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas führen. Zudem sind ein Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem und eine Rede Trumps im Israel-Museum vorgesehen.

Harte Worte an den Iran

Dem Iran indes warf er bei seiner Visite die Unterstützung von "Terroristen" vor. In einer Stellungnahme im Beisein von Israels Präsident Reuven Rivlin forderte Trump den Iran auf, "mit der Finanzierung, der Ausbildung und der Ausrüstung von Terroristen und Milizen" umgehend aufzuhören. Die USA und Israel sprächen zudem mit einer Stimme, wenn sie forderten, "dass der Iran niemals die Atomwaffe besitzen darf", sagte er.

Der Iran reagierte zurückhaltend auf Trumps Angriffe. Die Islamische Republik sei sich noch nicht sicher, was die Trump-Regierung überhaupt bezwecke, sagte der gerade wiedergewählte Präsident Hassan Rouhani. Die Beziehung zu Washington sei wie eine "kurvenreiche Straße". Er verteidigte zudem das iranische Raketenprogramm, das Trump scharf kritisiert hatte. Sein Land werde sich bei seinen Raketentests nicht nach dem Willen der USA richten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. Mai 2017 um 17:00 Uhr.

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