Trump wird vereidigt. | Bildquelle: REUTERS

Trump vereidigt Eine Abrechnung mit dem Establishment

Stand: 20.01.2017 22:37 Uhr

Sie war als philosophische Rede angekündigt - doch die ersten Worte Trumps als neuer US-Präsident glich eher der Fortsetzung seines Wahlkampfes. Amerika müsse sich wieder um sich kümmern. Von jetzt an heiße es: "Amerika zuerst".

Von Martin Ganslmeier, ARD-Studio Washington

Ziemlich genau um 12 Uhr Ortszeit begann in den USA eine neue Ära. Donald Trump legte den Amtseid als 45. Präsident der Vereinigten Staaten ab. Dabei legte Trump seine Hand auf die Bibel von Abraham Lincoln und auf seine Familienbibel. Anschließend begann er seine knapp 20-minütige Amtseinführungsrede.

Amtseinführung von Donald Trump in Washington D.C.
tagesthemen 21:20 Uhr , 20.01.2017, Sandra Ratzow, ARD Washington

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"Politische Elite hat sich selbst bereichert"

Eine philosophische Rede hatte Trumps Sprecher angekündigt. Doch was dann kam, war eher eine Fortsetzung seiner Wahlkampfreden. Umgeben von seinen Vorgängern Barack Obama, George W. Bush, Bill Clinton, Jimmy Carter und vielen Kongressabgeordneten rechnete Trump mit dem Washingtoner Establishment ab. Allzu lange habe sich die politische Elite nur selbst bereichert: "Washington florierte, aber die Bürger wurden nicht am Wohlstand beteiligt. Den Politikern ging es gut, aber die Jobs gingen verloren und die Fabriken machten dicht."

Dies werde sich nun ändern, versprach der neue Präsident. Der 20. Januar 2017 werde als der Tag in Erinnerung bleiben, an dem das Volk die Herrschaft über die Nation zurückerlangt habe: "Die vergessenen Männer und Frauen unseres Landes werden nicht länger vergessen."

"Das eigene Land aufbauen"

Nach dem populistischen Einstieg folgte der patriotisch-nationale Teil der Rede. Viel zu lange hätte sich Amerika mehr darum gekümmert, Grenzen im Ausland zu verteidigen. Nun müsse es wieder um die eigenen Grenzen gehen. Anstatt sich um andere Länder zu kümmern, müsse das eigene Land wieder aufgebaut werden:

"Von diesem Tag an wird eine neue Vision unser Land regieren. Von heute an gilt nur noch: Amerika zuerst! Amerika zuerst!"

Stefan Niemann, ARD Washington, zum Amtsantritt Trumps
nachtmagazin 00:50 Uhr, 21.01.2017

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"Kauft amerikanisch!"

Obwohl sich die US-Wirtschaft in den Obama-Jahren gut von der Finanzkrise erholt hat und die Arbeitslosigkeit zuletzt unter fünf Prozent sank, zeichnete Trump erneut ein düsteres Bild von der gegenwärtigen Lage: geschlossene Fabriken, hohe Kriminalität und Gangs. Damit werde nun Schluss sein, versprach Trump: "Wir werden zwei einfachen Regeln folgen: Kauft amerikanisch! Und stellt Amerikaner ein!" Auf die Außenpolitik ging Trump nur an einer Stelle ein. Er werde die zivilisierte Welt gegen radikal-islamischen Terrorismus vereinen und diesen vom Erdboden ausradieren.

Die Anhänger Trumps waren begeistert. Dennoch war es keine staatsmännische, erst recht keine versöhnliche Rede. Der 44. US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle stiegen anschließend auch schnell in den Hubschrauber. Kurz vor dem Abflug in den kalifornischen Urlaub verabschiedete sich Obama von der Zuschauermenge mit den Worten: "Wir waren Euer Gesicht und manchmal Eure Stimme. Dabei ging es nie um uns."

Fast 100 Demonstranten festgenommen

Noch während Trump seine Rede hielt, gab es in der Innenstadt von Washington massive Proteste seiner Gegner. Dabei kam es auch zu Ausschreitungen und Festnahmen von knapp 100 gewalttätigen Demonstranten. Sie hatten Steine geworfen und Schaufenster von Geschäften zerstört.

Inauguration: Tag der Amtseinführung von Donald Trump
M. Ganslmeier, ARD New York
20.01.2017 22:45 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. Januar 2017 um 20:00 Uhr und die tagesthemen am 20. Januar 2017 um 21:20 Uhr.

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