Gary Cohn | Bildquelle: imago/UPI Photo

Rücktritt im Weißen Haus Trumps Wirtschaftsberater gibt auf

Stand: 07.03.2018 05:31 Uhr

Gary Cohn, der wichtigste Wirtschaftsberater von US-Präsident Trump, tritt von seinem Amt zurück. Grund sind die angekündigten Strafzölle auf Stahl und Aluminium.

Von Jan Bösche, ARD-Studio Washington

Präsident Trumps wichtigster Wirtschaftsberater schmeißt hin - im Streit um die neuen Zölle. Bis zuletzt hatte Gary Cohn versucht, Trump davon abzuhalten, Stahl und Aluminium-Importe mit hohen Zöllen zu belegen. Cohn hatte aber keine Chance gegen die Weltsicht von Trump, der meint, die USA würden von allen anderen Ländern benachteiligt. Der Präsident sagte gestern, wenn die USA hinter allen anderen Ländern lägen, seien Handelskriege nicht so schlecht.

Cohn arbeitete für rund ein Jahr im Weißen Haus. Er war vorher Chef der Investment-Bank Goldman Sachs. Der eingetragene Demokrat galt als Mann der Wall-Street im Weißen Haus- Analysten bezeichneten ihn als einen der Erwachsenen im Raum.

Trumps wichtigster Wirtschaftsberater Cohn tritt zurück
tagesschau 17:00 Uhr, 07.03.2018, Stefan Niemann, ARD Washington

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Die "Stimme der Vernunft" im Weißen Haus

Cohns Bilanz ist gemischt: Er versuchte vergeblich, Trump davon abzuhalten, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszutreten. Er konnte verhindern, dass Trump sofort aus dem Freihandels-Abkommen NAFTA austritt - dafür gibt es jetzt mühsame Neuverhandlungen.

Die demokratische Senatorin Heidi Heitkamp sagte bei PBS: "Ich mache mir große Sorgen, dass wir diese Stimme der Vernunft im Weißen Haus nicht mehr haben, wenn es um Handelsfragen geht. Wenn wir nicht handeln, werden wir untergehen. Gary Cohn war ein Vertreter des gesunden Menschenverstandes, wenn es um Handel geht. Ich finde es sehr beunruhigend, dass er geht."

Verena Bünten, ARD Washington, zum Rücktritt von Gary Cohn
morgenmagazin, 07.03.2018

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Kein überraschender Abgang

Cohns Verhältnis zu Trump war schon länger angespannt. Im vergangenen Jahr stellte er sich öffentlich gegen den Präsidenten, nachdem Trump eine rassistische Demonstration in Charleston verteidigt hatte. Trump soll ihm das übel genommen haben.

Berichten zufolge überlegte Cohn schon länger, das Weiße Haus zu verlassen. Sein großes Projekt war die Steuerreform, die Ende vergangenen Jahres beschlossen wurde. Der interne Streit um die Strafzölle war dann der Auslöser für seinen Abschied. Cohn stand dabei auf der Seite der Mehrheit der Republikaner im Kongress. Der Abgeordneten Charlie Dent sagte: "Er war eine sehr konstruktive Stimme, das ist ein großer Verlust. Er scheint den Kampf um den Handel verloren zu haben. Ich denke, es ist fürchterlich, wie die Zölle angekündigt wurden. Es hat viele Leute überrascht."

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Trumps Personalkarussell

David Shulkin spricht bei einer Kongressanhörung zum Budget seiner Behörde.

Veteranenminister David Shulkin wurde entlassen, nachdem eine interne Untersuchung eine teure Europareise beanstandet hatte. | Bildquelle: AP

Cohn fehlte Unterstützung

Im Weißen Haus war Cohn aber in der Minderheit. Andere Berater des Präsidenten unterstützen Trumps kritische Haltung beim Freihandel. Der Republikaner und Trump-Freund Rob Astorino sagte bei CNN: "Wenn du im Weißen Haus arbeitest, musst du loyal zum Präsidenten sein. Wenn Gary Cohn wegen einer politischen Frage zurücktritt - er entscheidet nicht über die Politik, er kann sie nur empfehlen. Wenn er deswegen geht, wie ein Baby, dann ist das falsch."

Trump im Gespräch mit Vertretern der Aluminium- und Stahlherstellerbranche | Bildquelle: AP
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Trump im Gespräch mit Vertretern der Aluminium- und Stahlherstellerbranche.

Cohn gehört zu einer ganzen Reihe von wichtigen Mitarbeitern im Weißen Haus, die in den vergangenen Monaten gekündigt haben. US-Medien berichten von Chaos und schlechter Stimmung rund um den Präsidenten. Trump wies das gestern zurück und sagte, es gebe kein Chaos, sondern Energie: "Ich lese, Leute wollen nicht für Trump arbeiten. Glaubt mir - jeder will im Weißen Haus arbeiten. Für jede Position habe ich die zehn besten Leute dafür zur Auswahl."

Wer Gary Cohn als wichtigster Wirtschaftsberater nachfolgen wird, ist bislang noch unklar. Das Weiße Haus hat noch keine Kandidaten bekannt.

Streit um Zölle: Trump Berater Cohn kündigt Rücktritt an
Jan Bösche, ARD Washington
07.03.2018 05:25 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 07. März 2018 um 04:56 Uhr.

Korrespondent

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